Ein Jahr nach seinem Aus bei Red Bull tauchte Christian Horner wieder im Formel-1-Fahrerlager auf. Beim Grand Prix von Silverstone gab der 52-Jährige nun ein Update zu seiner Zukunft – und machte klar: Seine Rückkehr liegt nicht weit in der Ferne.
Auf ein mögliches Comeback angesprochen, wurde der Brite noch deutlicher. "Ich würde gerne zurückkommen. Es könnte Herbst oder nächstes Frühjahr werden, bevor etwas passiert. Ich bin glücklich mit dem, was ich mache, würde aber gerne zurückkehren – wenn sich die richtige Gelegenheit ergibt. Es gibt viele bewegliche Teile."
Zuletzt wurde Horner mit Aston Martin in Verbindung gebracht, wo mit Adrian Newey bereits ein alter Red-Bull-Vertrauter arbeitet. Die Gespräche zwischen beiden Lagern sollen laut englischen Medien bereits weit fortgeschritten sein.
Rückendeckung bekommt Horner auch von FIA-Präsident Mohammed Ben Sulayem. "Er wird zurückkommen. Ich würde das gerne sehen", sagte der Motorsport-Boss. Für ihn zähle vor allem eines: "Hat er geliefert? Willst du gewinnen oder nicht?"
Horner war letztes Jahr, nach dem Silverstone GP, nach 20 Jahren an der Spitze von Red Bull Racing entlassen worden. Unter seiner Führung holte das Team acht Fahrer-Titel und sechs Konstrukteurs-Weltmeisterschaften. Nach seinem Abgang soll der Brite eine Abfindung in Höhe von 80 Millionen Pfund erhalten haben.
Sein Aus erfolgte nach einem internen Machtkampf bei Red Bull. Horner war vorgeworfen worden, einer Mitarbeiterin unangemessene Nachrichten geschickt zu haben. Er bestritt die Vorwürfe stets, interne Untersuchungen entlasteten ihn zweimal.