Ein Rettungseinsatz bei Naring (Gemeinde Weyarn, Oberbayern) hat am Sonntag (6. September) für Aufsehen gesorgt.
Nach Hornissenstichen mussten sowohl ein Wanderer als auch ein Notarzt medizinisch versorgt werden. Feuerwehr, Bergwacht, zwei Notärzte und ein Rettungshubschrauber waren im Einsatz.
Der Vorfall ereignete sich gegen 14 Uhr, als ein etwa 60-jähriger Mann mit seiner Begleiterin durch ein Waldstück ging. Beim Passieren eines Hornissennests wurde der Mann von zwei Insekten gestochen und entwickelte daraufhin Atemnot, Kreislaufprobleme und starke Schwellungen. Seine Begleiterin setzte den Notruf ab.
Wie die "TZ" berichtet, wurde die First-Responder-Einheit der Feuerwehr Feldkirchen-Westerham als Erstversorger gerufen. Aufgrund des schwer zugänglichen Geländes unterstützte die Bergwacht Hausham mit einem geländegängigen Fahrzeug.
Auch ein Notarzt war vor Ort – und wurde während der Versorgung selbst von einer Hornisse gestochen.
Der Mediziner erlitt eine kleinere allergische Reaktion, beide Betroffenen mussten zur weiteren Behandlung ins Krankenhaus gebracht werden – der Wanderer mit dem Rettungshubschrauber, der Notarzt mit dem Rettungswagen. Laut Feuerwehr waren beide Patienten beim Abtransport bereits stabil.
Was die Hornissen zu dem Angriff veranlasst hat, ist unklar. Laut einem Sprecher des Bundes Naturschutzes handelt es sich bei Hornissen nicht um aggressive Tiere. „Hornissen sind, ähnlich wie Bienen, sehr passiv und würden nie von sich aus angreifen“, sagte er.
Der Experte räumt zudem mit dem Gerücht auf, dass sieben Hornissenstiche tödlich sein können: „Ein Stich einer Hornisse ist grundsätzlich nicht gefährlicher als der Stich einer Biene oder Wespe.“
Lebensgefährlich werde es nur bei Allergien gegen das Insektengift – dann könne auch ein einzelner Stich gefährlich werden. Der wichtigste Tipp: ruhig bleiben, nicht nach den Tieren schlagen und sie vorsichtig wegschieben.