Tödliche Gefahr

Wespen-Hochsaison: EpiPens werden jetzt knapp

Ausgerechnet in der Wespenzeit sind EpiPens aktuell schwer erhältlich. Für Allergiker kann das im Ernstfall lebensgefährlich werden.
Victoria Carina  Frühwirth
28.08.2026, 06:00
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Wie dramatisch ein einziger Insektenstich enden kann, zeigt der Fall von Josef Brunner (44) aus Krems. Nach einem Hornissenstich und dem darauffolgenden anaphylaktischen Schock brach der Familienvater bewusstlos zusammen. Seine achtjährige Tochter Lilly telefonierte anschließend mit der Rettungsleitstelle und alarmierte gleichzeitig ihre Mutter, die sofort mit dem Auto heraneilte – "Heute" berichtete.

Lillys Mutter, Allgemeinmedizinerin und Notärztin, war noch vor der Rettung beim Haus und verabreichte ihrem Mann lebensnotwendige Injektionen. Josef Brunner hatte zu diesem Zeitpunkt einen Blutdruck von nur mehr 50 zu 30. Mit der Rettung kam er ins Spital, heute geht es dem Allergiker wieder besser.

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Ausgerechnet jetzt fehlt der Notfall-Pen

Mitten in der starken Wespensaison gibt es nun aber ein zusätzliches Problem: EpiPens, wie Josef Brunner ihn gebraucht hat, sind zurzeit nur schwer erhältlich.

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Der EpiPen ist ein Einweginjektor, der bei einer schweren allergischen Reaktion eine genau dosierte Menge Adrenalin abgibt. Das kann bei einem anaphylaktischen Schock lebensrettend sein.

Wer derzeit einen EpiPen 300 nachkaufen oder erstmals besorgen will, könnte in Apotheken allerdings Schwierigkeiten haben. Laut Apothekerkammer werden neue Lieferungen voraussichtlich Ende August, spätestens aber am 7. September erwartet.

Kinder-EpiPen als mögliche Alternative

Etwas besser sieht die Lage beim EpiPen 150 aus. Diese Variante ist eigentlich für Kinder vorgesehen und enthält eine geringere Adrenalin-Dosis. Auch dieser Pen ist derzeit schwer erhältlich, laut Apothekerkammer gibt es aber noch Bestände.

Nach Angaben der Apothekerkammer könnten Erwachsene im Bedarfsfall auf zwei EpiPen 150 zurückgreifen, berichten die "Niederösterreichischen Nachrichten". Welche Dosierung im konkreten Fall geeignet ist, sollten Betroffene allerdings vorab mit ihrem Arzt oder Apotheker klären.

Online-Suche hilft bei Mangel

Zuletzt waren Pens teilweise nur noch in einzelnen Apotheken lagernd. Hilfe gibt es aber auch online: Wer einen EpiPen benötigt und in seiner Apotheke keinen bekommt, kann über die Apo-App der Österreichischen Apothekerkammer nach verfügbaren Beständen suchen.

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