Ein schrecklicher Fund erschüttert derzeit Kroatien: Nachdem ein 64-jähriger Hundehalter Anfang Mai bei einem Verkehrsunfall auf der Autobahn A1 ums Leben gekommen war, stießen Tierschützer nahe Rijeka auf ein wahres Horror-Szenario. Was sie auf dem Grundstück des Mannes entdeckten, lässt selbst erfahrene Tierretter fassungslos zurück.
Laut dem Newsportal "24sata" war der 64-Jährige am 5. Mai auf der Autobahn zwischen Jastrebarsko und Karlovac tödlich verunglückt. Zwei Hunde befanden sich im Auto. Einer starb beim Crash, der zweite konnte von Einsatzkräften gerettet und später in einer Tierklinik behandelt werden.
Kurz darauf erhielten freiwillige Helfer des Tierschutzvereins Rijeka einen Anruf: Auf dem Grundstück des Verstorbenen müssten zahlreiche Hunde versorgt werden.
Doch auf das, was sie dort erwartete, war niemand vorbereitet. "Wir dachten, es wären 27 Hunde – am Ende zählten wir 47 lebende Tiere", schildert eine Freiwillige des Tierheims in einem emotionalen Beitrag auf Social Media.
Die Hunde lebten laut den Helfern eingesperrt in katastrophalen Zuständen. Viele Tiere waren verletzt, unterernährt und voller Wunden. Sie verrichteten ihre Notdurft und schliefen am selben Ort. "Der Horror dort lässt sich kaum in Worte fassen", berichtet die Helferin.
Damit war die Geschichte aber noch lange nicht vorbei. Am nächsten Tag entdeckten die Tierschützer weitere tote Hunde – zunächst im Kühlschrank. Als sie erneut zum Haus zurückkehrten, fanden sie schließlich über 30 Hundekadaver. Die toten Tiere lagen laut den Helfern in Truhen, Kühlschränken, Schränken, auf dem Boden und sogar in der Badewanne. "Uns stockte der Atem", schilderte die Freiwillige.
Besonders erschütternd: Die Tierschützer vermuten mittlerweile, dass der Mann die Hunde mit den Kadavern ihrer Artgenossen gefüttert haben könnte. "Warum hat er sie nicht begraben? Überall war Erde rund um das Haus", fragt sich die Helferin.
"Heute"-Leser Albert arbeitet selbst ehrenamtlich beim örtlichen Tierschutzverein Rijeka und half bei dem Einsatz mit. "Es war der schlimmste Fund, den ich je gesehen habe", erzählt er. Selbst die Leiterin des Tierheims, Merima Ferk, habe erklärt, dass sie in 25 Jahren Tierschutzarbeit noch nie etwas Vergleichbares erlebt habe.
Besonders bitter: Laut Albert hätten Nachbarn die Zustände bereits "hunderte Male" bei Behörden gemeldet. Passiert sei jedoch nichts. Während nun zahlreiche Spenden aus der Bevölkerung eintreffen, fehle laut den Tierschützern weiterhin jede politische Unterstützung.
"Wir wollen kein Geld aus Österreich. Wir wollen Druck machen, damit das jeder sieht und endlich gehandelt wird", sagt Albert. Die Organisation arbeite derzeit unter schwierigsten Bedingungen – teilweise sogar ohne Strom und Wasser. Das müsse sich laut den Tierschützern jedoch dringend ändern.