Sanieren statt "beschmieren"

Streit um Gemeindebau-Graffiti – FPÖ will Geld zurück

In Wien-Döbling regt ein Streetart-Projekt nach dem anderen auf. Die FPÖ fordert jetzt die Förderungen zurück, möchte lieber den Gemeindebau sanieren.
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19.05.2026, 14:15
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Wand-Kunst als Aufreger. Zuerst ein Graffiti an dem ehemaligen APA-Turm in der Gunoldstraße und jetzt ein Gemälde auf einem Gemeindebau in der Krottenbachstraße: Die Streetart-Gruppe "Calle Libre" war an mehreren Gebäuden im 19. Wiener Bezirk künstlerisch tätig. Die FPÖ erhebt nun schwere Vorwürfe, verlangt Fördermittel zurück.

FPÖ über Gemeindebau-Graffiti: "Völlig inakzeptabel"

Konkret geht es um die Fassadenbemalung eines Gemeindebaus in der Krottenbachstraße 104. Die Hausfassade wurde laut der FPÖ-Döbling mit einem "düsteren Monster-Graffiti versehen, das bei zahlreichen Anrainern und Bewohnern für massive Kritik sorgt".

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Und noch mehr: Der Kunstverein soll sich nicht an Vereinbarungen gehalten haben. Am 12. März wurde laut der FPÖ in der Döblinger Kulturkommission vereinbart, dass die Umsetzung in Abstimmung mit dem Bezirk geschieht.

„Der Verein hat gesagt, dass es einen Entwurf geben und dieser nur freigegeben wird, wenn kein Veto kommt. Der Bezirk hat schlussendlich nie vorab ein Motiv gesehen. Diese Vereinbarung wurde gebrochen.“
FPÖ-Döbling Bezirksparteiobmann Klemens ReschZeigt sich verärgert über das Streetart-Projekt

Motive seien demnach mit Einbindung des Bezirks abzustimmen. "Es kann nicht sein, dass Vereinbarungen mit dem Bezirk einfach ignoriert werden und dann plötzlich ohne jede Einbindung der Bezirksvertretung, der Bezirksbevölkerung oder der Bewohner solche Fassadenbeschmierungen umgesetzt werden. Das ist völlig inakzeptabel", so FPÖ-Döbling Bezirksparteiobmann Klemens Resch und sein Klubobmann Michael Eischer.

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Lieber Gemeindebau sanieren

Die FPÖ möchte nun die Döblinger Kulturkommission einberufen. Das Ziel: ein sofortiger Stopp weiterer Projekte des Vereins "Calle Libre" im Bezirk. "Döbling ist nicht die Bronx und darf auch nicht durch fragwürdige Graffiti-Projekte in eine Ghetto- und Bahnhofsflair-Kulisse verwandelt werden. Die Menschen wollen ein gepflegtes Ortsbild und keine düsteren Monsterbilder auf Wohnhausfassaden", erklären die beiden FPÖ-Politiker in einer Aussendung.

Zugesagte Förderungen in Höhe von 10.000 Euro sollen gestrichen werden und stattdessen in die Sanierung von Gemeindebauten fließen. "Das würde den Menschen tatsächlich etwas bringen", so die Freiheitlichen. Das Gemälde in der Krottenbachstraße soll zusätzlich auf Kosten des Künstlers entfernt werden.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 19.05.2026, 14:20, 19.05.2026, 14:15
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