Vorhang auf für den LASK! Der Double-Sieger steigt Ende August in die Play-offs zur Champions-League-Qualifikation ein und ist nur noch einen Schritt von der Gruppenphase der Königsklasse entfernt. Auch in der Bundesliga will sich der Meister wieder ganz vorne behaupten. "Heute" sprach mit Kapitän Sascha Horvath über den Erfolgsfaktor Didi Kühbauer, den Anteil von João Sacramento und den fehlenden Kontakt zu Teamchef Ralf Rangnick.
Sascha Horvath: "Die ersten neun Runden waren sehr schlecht. Im Endeffekt hätte die Geschichte aber kaum schöner laufen können. Trotz aller Höhen und Tiefen im Laufe der Saison haben wir am Ende verdient gewonnen und uns mit dem Double belohnt."
"Entscheidend war, dass der Trainer schnell erkannt hat, dass wir unser System umstellen müssen. Unter João Sacramento haben wir mit Viererkette gespielt, nach dem Trainerwechsel auf eine Fünferkette umgestellt. Das hat uns enorm viel Stabilität gegeben. Dadurch konnten wir besser umschalten und unsere schnellen Spieler im Sturm deutlich effektiver einsetzen."
"Unter ihm hatten wir keine einfache Zeit. Ich bin mir aber sicher, dass er sich das beim LASK auch anders vorgestellt hat. Am Ende nimmt man von jedem Trainer etwas mit. Auch João hat seinen Teil dazu beigetragen, dass wir diese Saison am Ende so erfolgreich abschließen konnten."
"Ja, klar. Über seine Qualitäten müssen wir nicht reden. Einen Spieler wie Sasa kannst du nicht eins zu eins ersetzen – deshalb spielt er jetzt auch auf einem anderen Niveau. Trotzdem bleibt Fußball ein Mannschaftssport. Wir müssen seinen Abgang als Kollektiv auffangen und ihn gemeinsam ersetzen."
"Gar nicht. Ich hatte bisher keinen Kontakt zu ihm. Wir haben nie miteinander gesprochen und ich habe auch keinen Anruf von ihm bekommen. Ich war einfach überglücklich, wie die Saison für uns gelaufen ist, und habe die freie Zeit danach mit meiner Familie im Urlaub genossen."
"International haben wir die Chance, dass wir mit nur einer überstandenen Quali-Runde die Ligaphase der Champions League erreichen. Das ist natürlich unser großes Ziel. Gleichzeitig sind wir uns bewusst, dass da eine große Herausforderung auf uns wartet."
"Ich denke, dass wir noch den einen oder anderen Transfer tätigen werden, um in der Breite besser aufgestellt zu sein. Danach wird es darauf ankommen, als Mannschaft schnell zusammenzufinden und eine gute Saison zu spielen."