Urlauber wählen ihre Urlaubsunterkunft häufig anhand von Bewertungen auf Vergleichsportalen wie Tripadvisor oder Holidaycheck. In Spanien schlagen nun die Hoteliers zurück und warnen sich gegenseitig vor Problemurlaubern.
. In Spanien schlagen nun die Hoteliers zurück und warnen sich gegenseitig vor Problemurlaubern.
Was für viele Online-Bucher zum Standard-Procedere gehört, ist in Spanien nun auch für Hoteliers möglich. Die Anbieter können auf dem Portal nachschlagen, mit wem sie es zu tun bekommen. Gegen eine geringe jährliche Gebühr können sich Hotels gegenseitig vor Übeltätern warnen, um Ärgernissen wie Beschädigungen, Alkoholexzesse oder Diebstahl von Hoteleigentum Einhalt zu gebieten.
So funktioniert die virtuelle "Urlauber-Alarmanlage": Bei der Buchungsanfrage geben die Hoteliers den Namen des potentiellen Kundens ein. Ist dieser ein schwarzes Schaf und schon negativ aufgefallen, werden die Hotelbetreiber sofort in Kenntnis gesetzt und können die Buchung umgehend stornieren. Auch positive Eindrücke werden gesammelt.
Datenschutz-Bedenken
Um nicht gegen den Datenschutz zu verstoßen wird den Hoteliers geraten, die Gäste bei der Buchung darauf hinzuweisen. So besteht die Chance, dass Reisende den Urlauber-Check als Service betrachten, der sie vor Begegnungen mit unanganehmen Hotelgästen schützt.
Sepp Schellhorn, Neos-Tourismussprecher und selbst Hotelier, kann sich so eine Plattform auch in Österreich vorstellen. "Ich würde sofort mitmachen. Wenn wir Hoteliers auch Gäste bewerten, so ist das nur fair", sagte Schellhorn gegenüber "Kurier.at". Laut Österreichischer Hoteliervereinigung ist das in Österreich jedoch nicht machbar.