Huaweis Billig-Handy spielt (fast) alle Stückerl

Mit dem P smart Z liefert Huawei ein neues Produkt für das günstigere Preissegment. Die Abstriche fallen aber kaum ins Gewicht. Aber eben nur kaum.
Das Huawei P smart Z ist das neueste Produkt der P-smart-Serie des chinesischen Herstellers. Vom Notch-Trend wendet man sich ab, genauso wenig gibt es einen anderen Ausschnitt im Display (6,59 Zoll, 2340 x 1080 px, 391 ppi). Dieses erstreckt sich fast über die gesamte Fläche des Smartphone, Huawei gibt eine Screen-to-Body-Ratio von 91 Prozent an. Tasten am unteren Rand gibt es nur virtuell, alternativ kann auch auf die sehr intuitive Gestensteuerung zurückgegriffen werden.

Die versteckte Kamera

Das wohl herausragendste Merkmal – im Wahrsten Sinne des Wortes – ist wie so oft bei Huawei die Kamera. Allerdings steht diesmal nicht die Zahl der Linsen (zwei hinten, eine vorne) im Fokus, sondern die Art, wie die Frontkamera ohne Notch oder Aussparung eingebaut wurde. Sie ist nämlich nur zu sehen, wenn sie auch benutzt wird. Denn dann fährt sie an der oberen Kante des Smartphones aus.

Diese 16-MP-"Pop-Up-Kamera", wie sie Huawei nennt, macht einen stabilen Eindruck und sitzt keinesfalls wackelig im Gehäuse. Wie der Hersteller angibt, lässt sie sich 100.000-mal ein- und ausfahren und hält einem Kraftwiderstand von zwölf Kilogramm stand.

Zu langsam

Das P smart Z erkennt anhand von Sensoren einen Sturz und fährt die Kamera automatisch ein. Das soll sie schützen, doch beim Test (über einer Matratze) ging das einfach zu langsam. Damit die Kamera beim Aufprall komplett eingefahren ist, müsste das Smartphone aus einer dermaßen großen Höhe herunterfallen, dass es auch keine Rolle mehr spielt, ob die Kamera nun herausschaut oder nicht. Zudem sammelt sich sehr schnell Staub und Dreck an der "Pop-Up-Kamera" an, der vor jedem Foto aufs Neue weggewischt werden muss.

CommentCreated with Sketch.2 zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Die Dual-Hauptkamera mit 16 MP plus 2 MP sowie die Selfie-Kamera bieten softwareseitig alles, was man mittlerweile von Hauwei gewöhnt ist: Echtzeit-Bildoptimierung, Bokeh-Effekt, 3D-Lichtanpassung und mehr.

Solide Leistung, starker Akku

Der 4.000 mAh Akku ist schnell aufgeladen und reicht bei normaler Benutzung locker einen ganzen Tag, im Ruhemodus deutlich länger. Im Inneren werkt ein Kirin 710 System-on-a-Chip, der im Vergleich zum Chipsatz der vorherigen Generation 30 Prozent mehr Leistung bei 30 Prozent niedrigerem Energieverbrauch bringen soll.

Die Unterschiede zu den Flagship-Modellen sind bei der Benutzung des Smartphones wenig zu bemerken. Ja, das Display ist bei der Huawei-P30-Serie besser, doch dank 4 GB Arbeitsspeicher performt das P smart Z völlig zufriedenstellend, wenn auch manche Software-Funktionen wie der geteilte Bildschirm fehlen und die Kunststoff-Rückseite sehr anfällig auf Kratzer ist. Zum Preis von ca. 280 Euro geht das in Ordnung.

Das Huawei P smart Z ist in den Farben Midnight Black, Emerald Green und Starlight Blue erhältlich. Zum Schulstart gibt es kaum Kauf zwei Mini Speaker kostenlos dazu. (red)

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