Dabei sahen die "Fohlen" nach dem erlösenden Führungstor von Breel Embolo (35.) über weite Strecken wie die Sieger aus, ehe Kevin Akpoguma erst in der 91. Minute den verdienten 1:1-Ausgleich erzielte, damit die Gladbacher im letzten Spiel des Jahres noch tiefer in die Krise stieß.
Denn die Sieglos-Serie der Hütter-Elf setzte sich damit weiter fort. Gladbach wartet nach einem durchwachsenen Herbst bereits seit fünf Spielen auf einen "Dreier", holte daraus nach vier Pleiten am Stück nur ein mickriges Pünktchen.
Umso größer war nach dem Schlusspfiff der Frust bei den "Fohlen". Christoph Kramer stellte sich nach seinem Startelf-Comeback bei "Sky", fand für den Auftritt in Sinsheim klare Worte. "Das Unentschieden ist für uns schmeichelhaft. Wir haben jeden Ball nach vorne gebolzt, natürlich war das nicht gut. Hätten wir die letzten vier Spiele gewonnen, würde ich sagen, was für eine Scheiße wir gespielt haben. So schlecht haben wir noch nie gespielt", ärgerte sich der Weltmeister von 2014.
Gleichzeitig unterstrich der Mittelfeld-Motor, dass es keinen Schönheitspreis zu gewinnen gab. Die Gladbacher wollten anschreiben. "Es ging um den Punkt, und den haben wir geholt. Die Leistung hat in den letzten Wochen nicht gestimmt, sie hat aber auch heute nicht gestimmt. Und trotzdem haben wir einen Punkt geholt", fand Kramer auch Positives.
"Wir können mit einem Erfolgserlebnis in die Winterpause gehen. Am Heiligen Abend weiß schon niemand mehr, wie wir gespielt haben. Die Winterpause kommt uns gelegen", meinte Kramer, der weiß, was auf die "Fohlen" im Frühjahr zukommen wird: "Es wird ein ganz hartes Brett, das wir bohren müssen, bis wir unseren Fußball so spielen, wie wir es gewohnt sind."
Ob Coach Adi Hütter nach dem fünften sieglosen Spiel in Serie weitermachen darf, ist offen.