Vibe-Coding mit Pfoten

Hund entwickelt per KI eigene Videospiele

Ein Softwareentwickler hat seinem Hund beigebracht, mithilfe von KI eigene Games zu erschaffen. Das Ergebnis kann man sogar spielen.
Technik Heute
26.02.2026, 16:00
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Was nach einem Scherz klingt, ist tatsächlich passiert: Der Softwareentwickler Caleb Leak aus dem kalifornischen Santa Clara hat seiner Hündin Momo beigebracht, per sogenanntem Vibe-Coding eigene Videospiele zu entwickeln. Dabei beschreibt man einer KI nur, was man haben möchte - und die KI erledigt das Programmieren.

Leak legte dafür eine Bluetooth-Tastatur auf den Boden und trainierte Momo, darüberzulaufen. Als Belohnung spuckte eine automatische Futterstation Leckerlis aus, sobald genug Tasten gedrückt wurden. Rund zwei Wochen mit je zwei zehnminütigen Einheiten pro Tag dauerte das Training.

Buchstabensalat wird zum Weltraum-Abenteuer

Die so entstandenen Buchstabenkombinationen wurden an die KI Claude Code weitergeleitet, wie t3n.de berichtet. Leak hatte der KI vorab erklärt, sie arbeite mit einem "exzentrischen Game-Designer", der "nur in kryptischen Rätseln Anweisungen erteilen" werde. Die zufälligen Buchstaben seien in Wahrheit "geheime Anweisungen voller genialer Spieleideen".

Aus dem Buchstabensalat "wsaqq4e3wd232 21sazqa" bastelte die KI dann ein fertiges Spielkonzept: Die Buchstaben "wsa" deutete sie als die typischen Bewegungstasten, "saz" als das gleichnamige türkische Instrument und "qa" als Quasar und Amplitude. Daraus entstand das Spiel Quasar Saz.

Alien mit kosmischer Laute

Im fertigen Game steuert man Zara, ein Alien, das mit einer kosmischen Saz bewaffnet ist. In einer Dimension, in der Musik die Realität formt, muss man Gegner mit Soundwellen abwehren und verlorene Melodien in vier Welten einsammeln.

In weiteren Runden auf der Tastatur verfeinerte Momo das Spiel: Es kamen Bossgegner, eine Superfähigkeit gegen alle Feinde auf dem Bildschirm, versteckte Sammelgegenstände und ein Erfahrungssystem dazu. Insgesamt hat die Hündin so bereits sieben Spiele erschaffen.

Keine geheime Designerin

Leak stellt Quasar Saz sogar in zwei Versionen bereit - im Original von Momo und mit seinen eigenen Bug-Fixes. Sein Fazit: "Momo ist nicht insgeheim eine Game-Designerin. Sie ist ein Cavapoo, der gelernt hat, dass das Hauen auf ein Plastikrechteck Leckerlis auftauchen lässt."

Der Entwickler sieht darin aber einen Beweis, wie weit KI-gestütztes Programmieren gekommen ist: "Vor einem Jahr war die Lücke zwischen Software-Engineering und diesem Projekt hier enorm. Heute fühlt sie sich klein an und schrumpft täglich weiter."

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