Hundebesitzerin: "Wer hat meinen Nicki vergiftet?"

Mischling "Nicki" erwischte einen Giftköder, konnte vom Tierarzt gerettet werden.
Mischling "Nicki" erwischte einen Giftköder, konnte vom Tierarzt gerettet werden.LPD OÖ/ Privat
Seit Wochen treibt ein Hundehasser in Linz sein Unwesen, legt Giftköder aus. Mischling "Nicki" konnte gerade noch gerettet werden.

Bei Hundebesitzern im Großraum Linz sorgt ein Tierhasser schon seit Wochen für schlaflose Nächte. Immer häufiger tauchten zuletzt mit Gift gespickte Wurststücke oder Leckerlis hinter Büschen, auf Wiesen oder sogar in Hunde-Freilaufzonen auf. Zwei Hunde (darunter ein Boxerwelpe) hatten ebenfalls ein Gift erwischt, verendeten qualvoll. Die Besitzer waren mit ihnen zuvor in der Traun-Au bei Auwiesen sowie im Winkler-Wald am Froschberg unterwegs gewesen.

Auch in der Freilaufzone Blumau direkt neben dem Musiktheater tauchten schon mehrere Köder auf (wir berichteten). Nur wenige Gehminuten davon entfernt erwischte es nun den Labrador Golden-Retriever-Mischling "Nicki". Der elfjährige Hund erwischte in der Unionstraße nahe der Bushaltestelle Novaragasse einen Köder.

"Wir machten gerade unseren Abendspaziergang, als Nicki bei der Haltestelle bei einem Gebüsch herumschnupperte. Augenblicke danach hatte er auch schon etwas im Maul", erinnert sich Besitzerin Karoline Schoele (31) am Sonntag im "Heute"-Gespräch.

Gleich danach bemerkte die Linzerin auch schon die zahlreichen "Häppchen", in einer langen Schlange dicht hintereinander gereiht. "Ich habe gleich eine Freundin angerufen und gemeinsam sind wir dann zum Tierarzt. Dort hat er dann gleich eine Spritze bekommen", so die Hundebesitzerin.

Wie die Hundefreundin berichtet, musste sich Nicki fast eine Stunde lang übergeben. Es dürfte von dem Köder zum Glück nichts mehr im Magen sein. "Wir waren zum Glück sehr schnell beim Tierarzt. Anfangs ging es ihm richtig schlecht. Wir waren rund eineinhalb Stunden beim Arzt. Ich musste ihn bei mir die Stiegen in die Wohnung im zweiten Stock tragen, so geschwächt war er", erzählt die 31-Jährige.

Mittlerweile geht es dem Vierbeiner aber schon deutlich besser. Schoele: "Er ist noch etwas wackelig auf den Beinen. Aber er will schon wieder raus. Das ist ein gutes Zeichen."

Die Köder hat die Hundefreundin mitgenommen und bei der Polizei und dem Tierarzt abgegeben. Diese sollen jetzt genau untersucht werden. Vom Tierhasser gibt es bislang noch keine Spur. 

Ergreiferprämie

Selbst Vizebürgermeister Markus Hein (FPÖ) setzt sich für die Ergreifung des Tierquälers ein. "Dieses Scheusal darf nicht länger sein Unwesen treiben. Wir müssen den aktuell wütenden Tiermörder mit aller Konsequenz bekämpfen", so der FPÖ-Obmann in einer Aussendung. Für Hinweise zur Ergreifung des Täters rief Hein, selbst auch Hundebesitzer, eine Belohnung in Höhe von 1.000 Euro aus.

Neben der Prämie für Hinweise zur Ergreifung des Täters, fordert er erneut, dass der Gesetzgeber bei Tierquälern und Tiermördern mit voller Härte durchgreift. 

Für Karoline Schoele ist indes auf jeden Fall klar. "Mit meinem Hund gehe ich in nächster Zeit nur mit Maulkorb spazieren."

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