Nach dem Einmarsch von Russland am Donnerstag kam es innerhalb der Ukraine zu massiven Fluchtbewegungen in die Landesmitte. Zahlreiche Ukrainer versuchen nun außerdem, das Land gänzlich zu verlassen. Ein "Heute"-Leserreporter auf Rückreise von seinem Rumänien-Urlaub meldete sich von der Grenze zwischen Rumänien und Ungarn.
Hunderte Autos mit ukrainischem Kennzeichen stehen in der Ortschaft Petea vor der Grenzkontrolle und warten auf Einlass in das EU-Nachbarland. "Wir stehen schon seit zwei Stunden", berichtet der "Heute"-Leser, der mit seiner Familie in Wien lebt. Ende des massiven Staus ist vorerst noch keines in Sicht.
Im Nationalrat am Donnerstag kündigte Bundeskanzler Karl Nehammer (VP) an, den Nachbarstaaten Slowakei und Ungarn bei der Erstversorgung von Flüchtlingen unter die Arme greifen zu wollen. Man rechne mit Flüchtlingsströmen, das Innenministerium sei auch für in Österreich ankommende Ukrainer vorbereitet. Eine Sprecherin des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR berichtete am Freitag in Genf, es seien bereits tausende Menschen in Nachbarländer geflohen, die Vereinten Nationen stellen sich auf insgesamt rund 4 Millionen Flüchtlinge ein, sollte sich die Situation weiter verschlechtern.