Rädler hatte sich gemeinsam mit ihrer Partnerin Katharina Huber unerwartet die Goldmedaille in der Team-Kombination gesichert, dabei legte die Vorarlbergerin selbst den Grundstein mit einem starken Abfahrtslauf auf der Tofana. Es war der mit Abstand größte Coup der Vorarlbergerin, die bisher nur zwei dritte Plätze im Weltcup als beste Ergebnisse zu Buche stehen hat.
Insgesamt vier Kreuzbandrisse hatten Rädler immer wieder weit zurückgeworfen. In Cortina folgte die Gold-Krönung. Auf eine zweite Medaille fehlte der 30-Jährigen am Donnerstag nur ein Wimpernschlag. Als Vierte landete Rädler im Super-G bloß eine Hundertstelsekunde hinter dem Siegerstockerl, hinter ihrer Teamkollegin Conny Hütter, die Bronze holte.
Österreichs Medaillen-Helden
🥈Sabine Payer – Snowboard-RTL (Tag 2)
🥇Benjamin Karl – Snowboard-RTL (Tag 2)
🥈Jonas Müller – Rodel-Einsitzer (Tag 2)
🥈Manuel Feller / Vincent Kriechmayr – Ski-Kombi (Tag 3)
🥇Ariane Rädler / Katharina Huber – Ski-Kombi (Tag 4)
🥈Johannes Lamparter – Nordische Kombi, 10km (Tag 5)
🥉Selina Egle / Lara Kipp – Rodel-Doppelsitzer (Tag 5)
🥈Thomas Steu / Wolfgang Kindl – Rodel-Doppelsitzer (Tag 5)
🥉Cornelia Hütter –Super-G (Tag 6)
"Es wäre schön gewesen", meinte Rädler im ORF, als sie darauf angesprochen wurde, dass diese eine Hundertstel fehlte, um zeitgleich Dritte zu werden. "Das tut grad echt weh. Aber Gott sei Dank hab ich die Goldene. Das macht es ein bisschen leichter", so die Team-Kombi-Olympiasiegerin.
Die sich aber freilich mit Teamkollegin Hütter freute. "Ich habe gleich der Conny gesagt, dass ich es ihr gönne. Sie war schon so oft Vierte, hat es auch verdient", meinte die Vorarlbergerin, die trotzdem haderte: "Ich weiß nicht, wohin mit meinen Gefühlen. Ich habe Gold, aber habe heute auch noch einmal eine Chance gehabt."
Allerdings betonte auch Rädler: "Ich kann trotzdem zufrieden sein."