Hütter raste auf der Tofana auf den dritten Platz, 52 Hundertstelsekunden hinter der überlegenen Federica Brignone aus Italien, die in 1:23,41 Minuten eine Klasse für sich war, ihr Comeback nach dem im April 2025 erlittenen Beinbruch krönte. Silber ging an die Französin Romane Miradoli (+0,41). Und Bronze an Hütter – die erste Medaille in ihrem letzten Olympia-Rennen.
Zuvor war die Steirerin in der Abfahrt leer ausgegangen, nur Vierte geworden. Außerdem hat die Speedläuferin noch drei vierte Plätze bei Weltmeisterschaften, neben einer WM-Bronzenen aus dem Super-G 2023.
"Anscheinend brauche ich ein bisschen Druck in meinem Leben. Mein letztes Olympisches Rennen und ich wusste: Wenn ich jetzt nicht All In gehe, dann hast du verloren. Ich habe gekämpft. Mich hat es während der Fahrt fast zum Reißen angefangen, ich bin sicher nicht fehlerfrei gefahren. Aber wurscht", lachte Hütter.
"Nach der Team-Kombi war ich sehr, sehr enttäuscht. Ich habe mich mit Ariane Rädler und Kathi Huber mitgefreut, obwohl es wirklich schwer für mich war. Ich will auch so ein Trumm haben", habe sich Hütter gedacht. "Aber ich wusste: Heute liegt es nur an mir, heute zählt es. So bin ich hineingegangen", meinte Hütter, der noch am Start bewusst war, dass es ihr letztes Olympia-Rennen sein wird: "Ich habe die Ringe gesehen, dann bin ich eh schon losgefahren."
Danach erinnerte sich Hütter an ihre lange Karriere: "Die vierten Olympischen Spiele, dann zum vierten Mal Vierte zu werden und dann die Medaille zu holen. Wahrscheinlich passt das so. Es sollte so sein", schmunzelte die Steirerin.