Riesiger Jubel

"Etwas reingepfiffen" – ÖSV-Star krank zu Olympia-Gold

Alessandro Hämmerle holt Gold im Snowboard-Cross. Dabei ist der Vorarlberger eigentlich krank. "Ich hab mir etwas reingepfiffen", sagte er.
Sport Heute
12.02.2026, 16:02
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"Die Nacht war nicht so einfach. Ich wünschte, es wäre besser" – so reagierte Österreichs Snowboard-Cross-Star Hämmerle noch am Donnerstagvormittag auf seinen Gesundheitszustand angesprochen. Hämmerle ging deutlich hörbar erkältet in die sogenannten "Seeding Runs" am Vormittag, in denen die Auslosung der Finalläufe ausgefahren wurde.

"Ich habe probiert, ohne Mittel zu fahren, aber es ist nicht gegangen. Ich hab mir irgendetwas reingepfiffen, ich kann es nicht anders sagen", lachte Hämmerle da noch. Er klassierte sich da noch als Siebter, war nicht ganz zufrieden. Einige Stunden später spielte er aber seine Klasse aus, überstand Lauf um Lauf. Und setzte sich schließlich im Finale hauchdünn vor dem Kanadier Eliot Grondin und seinem Landsmann Jakob Dusek durch.

Gold-Star hatte kaum Kraft

Hämmerle ist wieder Olympiasieger, wiederholte seinen Sensationstriumph von vor vier Jahren und setzte damit eine kuriose Serie fort. Jeder Snowboard-Cross-Olympiasieger wurde dies zweimal: Seth Wescott (2006, 2010), Pierre Vaultier (2014, 2018) und Hämmerle (2022, 2026).

"Gott sei Dank habe ich es durchgezogen. Heute Morgen hatte ich keine Energie, habe mir schon gedacht, wie das gut gehen soll. Ich habe geschaut, dass ich mich in der Mittagspause etwas sammle", erzählte Hämmerle nach seinem Gold-Coup dann mit deutlich angeschlagener Stimme. Letztendlich schoss das Adrenalin ein, Hämmerle kämpfte um seine Medaillenchance. Mit Erfolg.

"Nächstes Jahr ist Heim-WM"

"Von dem habe ich geträumt, dass Freunde und Familie zuschauen können. Dafür machen wir das als Athleten, dafür geht man die Extrameilen. Dass man dafür so belohnt wird, ist es unglaublich. Ich kann es noch weniger glauben, als vor vier Jahren, dass ich das Ding um den Hals hängen habe", lachte der 32-Jährige und erinnerte sich an seinen ersten Gold-Coup vor vier Jahren in Peking, wo es strenge Corona-Vorgaben gab.

Hämmerle hatte eigentlich schon ans Aufhören gedacht, aber trotzdem weitermachte. "Es ist ein Auf und Ab, auch mit Verletzungen, ist gleich mal ein Sturz da. Ich bin froh, dass ich es nicht gemacht habe. Eigentlich wäre jetzt ein guter Zeitpunkt, das Handtuch zu werfen. Aber nächstes Jahr ist eine Heim-WM. Und da probieren wir es noch einmal", machte Hämmerle eine Ansage.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 12.02.2026, 16:49, 12.02.2026, 16:02
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