Tirol

Hupkonzert und Regen – doch Klima-Kleber picken wieder

Am Montag setzten die Aktivisten der "Letzten Generation" ihren Klebe-Protest fort. Sie blockierten wichtige Verkehrsachsen in Innsbruck und Salzburg.

Rene Findenig
In Innsbruck letzte die "Letzte Generation" erneut zwei Straßen lahm.
In Innsbruck letzte die "Letzte Generation" erneut zwei Straßen lahm.
Letzte Generation Österreich

Regennasse Straßen und Autofahrer, die aus Frust zum Hupkonzert ansetzten – beides konnte die Aktivisten der "Letzten Generation" am Montag in Innsbruck wenig beeindrucken. Sie legten kurz nach 7 Uhr die Grenobler Brücke als auch auf der Haller Straße lahm, indem sie sich bei einer "friedlichen Sitzblockade und einem langsamen Protestmarsch" auf die Straßen begaben. Die rund 15 Teilnehmer forderten einmal mehr "Tempo 100 auf allen österreichischen Autobahnen" und einen "Stopp aller neuen Bohrungen nach Gas und Öl". Gleiches Bild in Salzburg, dort wurden die Imbergstraße und Rudolfskai lahmgelegt.

"Wir protestieren in Innsbruck seit November 2022. Ich verstehe unsere Straßenproteste als gesellschaftliche Notwehr, um Politik und große Teile der Gesellschaft wach zu rütteln. Die Faktenlage zur Klimakatastrophe ist klar. Wissenschaftler:innen warnen mit dramatischsten Formulierungen. Trotzdem wird das Wissen nicht in Gesetzen oder politischen Entscheidungen umgesetzt. Das Klimaschutzgesetz und viele andere Gesetze werden nach wie vor aus parteipolitischem Kalkül verhindert", so Katharina Geistlinger, Technikerin, Physikerin und dreifache Mutter in einer Aussendung der Aktivisten.

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    Regennasse Straßen und Autofahrer, die aus Frust zum Hupkonzert ansetzten – beides konnte die Aktivisten der "Letzten Generation" am Montag in Innsbruck wenig ...
    Regennasse Straßen und Autofahrer, die aus Frust zum Hupkonzert ansetzten – beides konnte die Aktivisten der "Letzten Generation" am Montag in Innsbruck wenig ...
    Letzte Generation Österreich

    Marathon blockiert, Kanzleramt besprüht

    Die Aktionen der Klima-Kleber werden indes immer aufsehenerregender. "Marathon unterbrochen: Wir stehen in einem gesellschaftlichen Zusammenbruch. Augen auf, die Demokratie schmilzt von uns weg. Es ist ein Wettlauf gegen die Zeit. Wenn die Machthaber unsere Zivilisation wirklich schützen wollen, müssen sie die ersten Überlebensmaßnahmen ergreifen", meldete die "Letzte Generation" am Sonntag auf Twitter. Aktivisten der Gruppierung klebten sich kurz nach dem Start auf der Laufstrecke des Vienna City Marathons fest. Zahlreiche Polizeibeamte versuchten, die Aktivisten von der Strecke zu zerren.

    Eine Blockadeaktion der Aktivisten war erwartet worden, immerhin versuchten sie zuletzt, mit immer spektakuläreren Aktionen für Aufsehen zu sorgen. Am Mittwochnachmittag etwa fand im Bundeskanzleramt Karl Nehammers großer Auto-Gipfel statt. Klima-Aktivisten der "Letzten Generation" sahen darin eine "Scheinlösung" und forderten stattdessen Sofortmaßnahmen. Eine Person hatte deswegen unmittelbar während der Eingangsstatements das Kanzleramt mit Fake-Öl besprüht. Mehrere Polizisten schritten unmittelbar ein und nahmen die Person fest.

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