Nur noch eine Woche, dann ist Schluss: Die betroffene oberösterreichische Gemeinde wurde dieser Tage darüber informiert, dass die Einrichtung ihren Betrieb einstellt. "Diese kurzfristige Schließung stellt alle Beteiligten vor enorme Herausforderungen", heißt es von der Politik.
Laut aktueller Informationen sind insgesamt 33 Kinder betroffen. Drei Gruppen (Kindergarten und Krabbelstube) wurden betrieben.
Man sei bemüht, so schnell wie möglich Ersatzangebote zu schaffen, so die Gemeinde. Angesichts der angespannten Personalsituation und der erforderlichen Raumkapazitäten sei das aber schwierig. Man prüfe, welche Möglichkeiten in den öffentlichen Einrichtungen zur Verfügung stehen.
Hintergrund der Sperre ist ein sogenanntes Mängelhebungsverfahren der Bildungsdirektion des Landes. Deshalb wurden auch Förderungen zurückbehalten.
Nach einer Beschwerde sei es zu einer Überprüfung gekommen, so die Behörde gegenüber der "Kronen Zeitung". Man habe "unter anderem schwere hygienische und pädagogische Mängel" festgestellt. Der Betreiber hat demnach bis 15. Juni für eine Behebung Zeit.
Alles sei alt, aber gut, so dessen Argumentation. Der Hintergrund sei eine "Racheaktion" und der Prüfer zu einem "ungünstigen Zeitpunkt" gekommen.
Ein Bub (5) brach nach "Doktorspielen" in einem Wiener Kindergarten in Tränen aus. Das Jugendamt und eine Psychologin wurden konsultiert.
Für den Betreiber und die Behörde ist der "einmalige Vorfall", bei dem kein Zwang ausgeübt worden sei, erledigt. Es habe sich um "altersentsprechende Doktorspiele" gehandelt, die im "Überschwang" etwas ausgeartet seien, heißt es.