"Ibiza-Detektiv" muss am 13. Oktober wieder vor Gericht

Prozess
ProzessLenger Thomas
Der Prozess gegen Julian H. wurde wie erwartet vertagt: Am 13. Oktober sollen weitere Zeugen aussagen, unter anderem auch der mutmaßliche Geldgeber.

Unter recht regem Medienrummel und einiger Sicherheitsvorkehrungen begann am Mittwoch der Prozess gegen Detektiv und "Ibiza"-Drahtzieher Julian H. am Landesgericht St. Pölten - mehr dazu hier

Drogen

Worum es geht in aller Kürze? Julian H. (40) war einer der Drahtzieher im "Ibiza-Video", soll aber laut Staatsanwaltschaft wegen seiner tristen, finanziellen Situation mit Drogen gehandelt haben. 1,25 Kilo Kokain soll er in der Nähe von Haag (Bezirk Amstetten, darum auch Gericht St. Pölten zuständig), Oberösterreich und Salzburg weitergegeben haben. Zwei Zeugen, ein Serbe und eine Slowenin (die einst ein Paar waren, Anm.) belasten ihn schwer.

Die Anwälte des Angeklagten halten die ganze Anklage für eine Racheaktion: "Er soll bestraft werden, dass er das Video gemacht hat", so einer der beiden Rechtsanwälte. Zudem soll ein Lobbyist einen Zeugen geschmiert haben - ihm bessere Haftbedingungen versprochen und 40.000 Euro in Aussicht gestellt haben.

So geht es weiter

Und genau dieser mutmaßliche Geldgeber (es gilt die Unschuldsvermutung) und weitere Zeugen sollen am 13. Oktober vor Gericht in St. Pölten erscheinen. Dem 40-Jährigen drohen im Falle einer Verurteilung bis zu 15 Jahre Haft. Der Prozess im Oktober dürfte indes wieder nicht enden, sprich ein Urteil wird es voraussichtlich nicht geben. Für Julian H. und alle anderen Beteiligten gilt die Unschuldsvermutung. 

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