Bahn-Spartipp

ICE-Sitzplatz um 3,10 Euro: Der Tschechen-Trick

Die Deutsche Bahn verlangt bis zu 6,90 Euro für eine Sitzplatzreservierung. Wer über die tschechische Bahn bucht, zahlt fast die Hälfte.
Technik Heute
20.08.2026, 19:55
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Wer im ICE sicher sitzen will, muss bei der Deutschen Bahn tief in die Tasche greifen: 5,50 Euro kostet eine Reservierung in der zweiten Klasse, 6,90 Euro in der ersten - pro Person und Richtung. Doch denselben Platz im selben Zug bekommt man auch deutlich günstiger.

Der Trick: Man bucht die Reservierung nicht bei der DB, sondern bei der tschechischen Bahn Ceske drahy (CD). Dort kostet der gleiche Sitzplatz nur 75 tschechische Kronen - umgerechnet rund 3,10 Euro. Das Ticket kauft man weiterhin ganz normal bei der DB. Nur die Reservierung läuft über Prag.

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Laut inside-digital.de ist der Ablauf unkompliziert. Einziger Haken: Die CD zeigt für deutsche Züge keinen grafischen Sitzplan. Wem der genaue Platz egal ist, stört das aber nicht. Die Reservierung wandert anschließend ins deutsche System - das Zugpersonal sieht keinen Unterschied.

Größerer Vorteil als bei der DB

Ein weiterer Pluspunkt: Bei der CD kann man die Reservierung bis 15 Minuten vor Abfahrt umtauschen oder erstatten lassen. Bei der Deutschen Bahn geht das nicht - ist man verhindert, ist das Geld weg.

Allerdings gibt es einen wichtigen Punkt zu beachten: Der CD-Preis gilt pro Zug. Wer unterwegs umsteigt, zahlt die Gebühr zweimal. Bei Verbindungen mit mehreren Umstiegen ist die DB dann oft wieder günstiger. Der Spartipp eignet sich also vor allem für Direktverbindungen.

Nicht alle Strecken verfügbar

Eine Garantie gibt es jedoch nicht. Die CD darf nämlich nicht jede deutsche Strecke verkaufen - die DB gibt vor, welche Verbindungen buchbar sind. Bahnhöfe abseits der großen Knotenpunkte fallen häufiger raus, einzelne Züge sind wegen Bauarbeiten gar nicht reservierbar.

Früher funktionierte derselbe Trick auch über die Österreichischen Bundesbahnen - für nur drei Euro, egal welche Klasse. Doch die ÖBB verlangt inzwischen dieselben Preise wie die DB. Der Weg über Prag bleibt vorerst die einzige Alternative. Wie lange noch, ist allerdings ungewiss.

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