Der tragische Fall von Daniel Küblböck (†33) bewegt bis heute. Jetzt bringt eine neue Dokumentation der ARD erschütternde Details ans Licht und gewährt einen tiefen Einblick in seine letzten Stunden.
Im September 2018 verschwand der einstige DSDS-Liebling vor der Küste Kanadas von einem Kreuzfahrtschiff. Später gingen Ermittler davon aus, dass er sich ins Meer gestürzt hatte. Seine Leiche wurde nie gefunden.
Heute gibt es kaum noch Zweifel an dieser Version. Doch was sich kurz davor in ihm abgespielt haben muss, zeigt nun eine bisher unveröffentlichte Sprachnachricht – und die geht unter die Haut.
"Ich würde gern von diesem Schiff hier runter", sagt Daniel Küblböck darin verzweifelt zu seinem Ex-Freund. Seine Worte wirken fahrig, suchend, als würde er selbst nicht mehr wissen, wohin mit sich.
Zu dieser Zeit war der Sänger als Lana Kaiser unterwegs und befand sich in einem intensiven inneren Konflikt. Er hatte öffentlich darüber gesprochen, sich in seinem Körper nicht mehr wohlzufühlen. Eine mögliche Geschlechtsangleichung stand im Raum.
Freunde und Wegbegleiter berichten von einer schwierigen Phase.
Auch an Bord des Schiffes soll es zu belastenden Situationen gekommen sein. Eine Zeugin schildert einen Streit in einer Disco, bei dem es sogar zu homophoben Kommentaren gekommen sein soll.
Die konkreten Worte: "Hallo Manni, ich bin's, der Daniel, äh, also die Lana eigentlich. Ich wollte dir nur sagen, dass ich gern von diesem Schiff hier runter möchte. Ich würde gern nach New York fliegen. Auf dem Schiff klappt irgendwie nichts, wie ich es mir, äh... Ruf mich doch bitte zurück. Alles klar, mach's gut, ciao."
Kurz darauf verschwand Daniel Küblböck spurlos.
Du bist nicht alleine
Es gibt Hilfe – rund um die Uhr, anonym und kostenlos:
Telefonseelsorge:
142 – jederzeit erreichbar
www.telefonseelsorge.at
Krisenhilfe Österreich:
0800 20 16 16
www.krisenhilfe.at
Rat auf Draht (für Kinder & Jugendliche):
147
www.rataufdraht.at
Sprich darüber. Du musst da nicht alleine durch.
Sein Schicksal ließ viele Menschen fassungslos zurück. Jahre später wurde er offiziell für tot erklärt.
Die neue Doku zeigt nun: Hinter der schillernden Fassade des "bunten Vogels" verbarg sich ein Mensch auf der Suche nach sich selbst und offenbar in großer Not.