Am 13. Februar verließ die vierfache Mutter Michaela B. ihre Wohnung in Sankt Georgen an der Stiefing (Bezirk Leibnitz) und kehrte nie wieder zurück. Die 48-Jährige soll mit einer Sporttasche, bepackt mit Hosen, T-Shirts, Socken, Unterwäsche, ihrem Reisepass und Führerschein sowie ein paar Tausend Euro zum Bahnhof in Wildon gegangen sein. Seither ist sie verschwunden.
Von einer möglichen Reise hat sie weder Freunden, noch Nachbarn oder ihren Kindern erzählt. So war ihr Sohn (19), der noch bei der Steirerin wohnt, überrascht, als er am selben Tag von der Berufsschule in die leere Wohnung heimkam.
Gegenüber der "Krone" meinte er, dass die vier Hunde seiner Mutter an jenem Tag seit vielen Stunden nicht versorgt wurden. Ein Verhalten, welches für die Hobbyzüchterin untypisch sei. Schlussendlich entschied sich der 19-Jährige dazu, Vermisstenanzeige bei der Polizei aufzugeben.
Auch über den Verein "Österreich findet euch" startete er einen Aufruf, nach seiner Mutter zu suchen. Dann kam es jedoch zu einer schockierenden Wende in dem Vermisstenfall um Michaela B.
Laut dem Bericht der Zeitung seien sowohl bei der Kripo als auch bei "Österreich findet euch" mysteriöse Mails aufgetaucht. Verschickt wurden sie im Namen der vermissten Mutter von einem Server im nahen Ausland: "Ich bin nicht freiwillig weggegangen. Aber hört auf, nach mir zu fahnden", so die Instruktionen in dem schockierenden Schreiben.
Ob die Frau die Mails wirklich selbst verfasst hat, ist unklar. Ihre Kinder machen sich jedenfalls große Sorgen. So berichtet die 20-jährige Tochter der Steirerin gegenüber der "Krone", dass sie zunächst eine Verzweiflungstat der Mutter vermuteten. Nach der gescheiterten Ehe mit dem Vater von ihr und dem 19-jährigen Sohn habe die Vermisste erneut geheiratet.
Suizidgedanken? Hol dir Hilfe, es gibt sie.
Wenn du unter Selbstmord-Gedanken oder Depressionen leidest, kontaktiere die Telefonseelsorge unter der Nummer 142 oder den Psychosozialen Dienst unter 01-31330 oder "Rat auf Draht" unter 147!
Jedoch ging auch diese Ehe – aus der zwei weitere Kinder stammen – in die Brüche. Erst im Jänner habe die Statikerin im Sorgerechtsstreit gegen ihren zweiten Ex-Mann verloren. Dennoch würde ein Suizid nicht zu ihrer Mutter passen, so die Geschwister.
Zuletzt habe sie auf mehreren Dating-Portalen nach einem neuen Partner gesucht. Daraus habe sich allerdings keine neue Beziehung ergeben. Jetzt vermuten die Geschwister, dass die Partnersuche ihrer Mutter für ihr Verschwinden verantwortlich sein könnte. Der dunkle Verdacht: eine Online-Bekanntschaft könnte die Steirerin in eine Falle gelockt und entführt haben.