Lebensfrohe Fitnesstrainerin

Johannas Leiche entdeckt – Polizei nennt neue Details

Traurige Gewissheit: Die 34-jährige Fitness-Trainerin Johanna G. ist tot. Die Polizei hat nun ihre Leiche gesichert – das Verhör geht weiter.
Christian Tomsits
13.01.2026, 19:53
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Sie liebte Roadtrips und das Abenteuer, reiste viel herum, war zuletzt zum Windsurfen in Portugal. Die lebensfrohe Steirerin Johanna G. (34) beschrieb sich selbst auf einem Selfie als "liebevoll, sensibel, empathisch und authentisch". Ihr Umfeld teilte diese Ansichten mit Sicherheit.

Nun gibt es traurige Gewissheit: Die Fitness-Trainerin – von Freunden liebevoll "Hanni" genannt – ist tot, sie starb offenbar bei einem Treffen mit dem von Anfang an verdächtigen Elite-Cop, den sie von auf einer Datingplattform gekannt hatte. Der Verdächtige gab allerdings an, die 34-Jährige sei bei einem Sex-Unfall verunglückt. Aus Panik habe er sie in einem Loch vergraben.

Bist du von Gewalt betroffen? Hier findest du Hilfe

Frauenhelpline (rund um die Uhr, kostenlos): 0800 222 555

Männernotruf (rund um die Uhr, kostenlos): 0800 246 247

Rat auf Draht: 147

Autonome Frauenhäuser: 01/ 544 08 20

Polizei-Notruf: 133

Leiche ausgegraben

Wie die LPD Steiermark Dienstagabend bekanntgibt, wurde ihre Leiche in einem Waldstück in der Südoststeiermark entdeckt. Die Einvernahme des Tatverdächtigen dauert noch bis in die Nachtstunden an, wie Ermittler mitteilten. Am Mittwochvormittag gibt es um 10.30 Uhr eine Pressekonferenz – "Heute" wird berichten.

Die vermisste Frau mit einem auffallenden Kussmund-Tattoo an der Schulter und einem Glitzersteinchen am Vorderzahn war nach ihrem Verschwinden fieberhaft gesucht worden – vergeblich. Sie verschwand am Freitag (9. Jänner) nach einem Treffen mit einem vergebenen Elite-Cop. Eine Schwangerschaft, von der sie ihrer besten Freundin berichtet hatte, gilt als Motiv. Kindsvater soll der Polizist gewesen sein.

Bekannter verstrickte sich in Widersprüche

Ermittler stellten in der Einvernahme – die laut "Heute"-Infos eigentlich als Zeugeneinvernahme begann – bei ihm bereits nach kurzer Zeit erste Widersprüche und Ungereimtheiten fest. Bei einer Hausdurchsuchung im Anwesen seiner Eltern wurden zudem illegale Waffen festgestellt, die bei der Polizei als gestohlen gemeldet waren.

Am Dienstagnachmittag brach der Cop unter dem Druck der Indizien schließlich ein und gestand, die Vermisste getötet zu haben. Er sprach davon, sie unabsichtlich mit einem Würgegriff getötet zu haben.

Reisen große Leidenschaft

Wie auf ihren Social Media Profilen zu sehen ist, hatte sich die getötete Steirerin seit mehreren Jahren intensiv für eine Fitness-Firma engagiert, die Motivationsseminare abhält und sogenanntes Network-Marketing betreibt. Ihre Leidenschaft galt aber dem Reisen: Gemeinsam mit ihrer besten Freundin unternahm sie mehrfach Roadtrips in verschiedene Länder im Süden, genoss die Natur und einen ungezwungenen Lifestyle.

Nun müssen Familie und das Umfeld von Johanna G. mit einem schrecklichen Verlust und der traurigen Gewissheit umgehen. Die 34-Jährige pflegte bis zuletzt guten Kontakt zur Verwandtschaft, am Freitag sprach ein Familienmitglied zuletzt mit ihr. Die Mutter von Johanna G. war es, die am Samstag die Vermisstenanzeige bei der Polizei erstattete. Ihre momentane Gefühlslage kann man nur erahnen. Für den verdächtigen Polizeibeamten gilt die Unschuldsvermutung.

{title && {title} } ct, {title && {title} } Akt. 14.01.2026, 11:00, 13.01.2026, 19:53
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