Er war der Letzte, der mit der Johanna G. aus Tillmitsch (Stmk.) in Kontakt stand: Für einen 30-jährigen, durchtrainierten Cobra-Cop aus der Steiermark klickten jetzt die Handschellen – wir berichteten. Für die nächsten 48 Stunden befindet sich der Elite-Beamte, der in der Vergangenheit auch das Rampenlicht nicht scheute, nun in Polizeigewahrsam und wird von Spezialisten über den möglichen Aufenthaltsort der 34-Jährigen befragt. Er schweigt beharrlich.
Dennoch schließt die steirische Kripo ein Gewaltverbrechen nicht aus. Im Gegenteil: Von der sportlichen Südsteirerin fehlt seit Tagen jede Spur. Auch ein Unfall oder persönliche Gründe für das plötzliche Verschwinden der 176 Zentimeter großen 34-Jährigen werden derzeit geprüft – das Umfeld der Vermissten dafür genauestens durchleuchtet. Beamte suchten sogar die Laufstrecke der Vermissten ab, laut "Heute"-Infos wird auch das Handy des Verdächtigen untersucht.
So kam alles auf: Johannas Mutter hatte sie am Wochenende nicht erreicht und schlug bei den Behörden Alarm. Daraufhin stellte man fest, dass sie auf einer bekannten Dating-Plattform in Verbindung mit dem Polizisten stand. Der 30-Jährige zeigte sich in seiner Einvernahme zuerst kooperativ, stritt ein Treffen mit der Vermissten aber vehement ab. Als man ihn mit Beweisen konfrontierte, gestand er ein, ein Verhältnis zur Frau gehabt zu haben.
Laut "Heute"-Infos soll die Fitnesstrainerin gar schwanger von ihm gewesen sein, wobei er laut seinem Umfeld eigentlich mit einer anderen Frau liiert war. Möglicherweise bestand die 34-Jährige darauf, dass er Verantwortung als Vater übernimmt – darüber, so wird in Ermittlerkreise gemutmaßt – könnte heftiger Streit entbrannt sein.
Auch am vergangenen Freitag stand er offenbar mit der 34-Jährigen in Kontakt – danach verliert sich ihre Spur. Mit ihrem Verschwinden will der 30-Jährige allerdings nichts zu tun haben. Vor seinen Kollegen gab er, konfrontiert mit einschlägigen Beweisen, schließlich zu, die Steirerin zu einer Aussprache getroffen zu haben. Er betonte aber, er hätte sie nach dem gemeinsamen Spaziergang lebendig abgesetzt und wäre davongefahren.
Indes kommen Erinnerungen an den schrecklichen Fall um die vermisste Influencerin Stefanie P. auf. Die 32-Jährige wurde nach tagelanger Suche schließlich in einem Waldstück in Slowenien gefunden – ihr Ex-Freund (31) gestand, sie im Streit erwürgt zu haben. Auch in diesem Fall sollen die Vermisste und der Verdächtige – zumindest lose – eine Beziehung geführt haben, von der es möglicherweise unterschiedliche Auffassungen gegeben haben könnte. In beiden Fällen gilt die Unschuldsvermutung.