Er spricht von Sex-Unfall

Cobra-Beamter legt Geständnis im "Fall Johanna" ab

Nach Widersprüchen und Veränderungen in seiner Aussage gestand der verdächtige Elite-Beamte schließlich: Die vermisste Johanna G. soll tot sein.
Christian Tomsits
13.01.2026, 17:10
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Trotz seines Jobs als Elite-Beamter scheute der leidenschaftliche Judoka und Fitness-Freak nicht das Licht der Öffentlichkeit. In seinem örtlichen Kampfsport-Verein bei Graz ist er als Trainer und im Vorstand tätig, trat vor Jahren sogar mit nacktem Oberkörper im TV auf. Nun saß der Polizeibeamte seit Montagmorgen fernab jeder Öffentlichkeit bei Kollegen von der Kripo im stillen Verhörkämmerlein, wurde von Ermittlern stundenlang bearbeitet. Der Grund: Der 30-Jährige war der Letzte, der Johanna G. (34) vor ihrem Verschwinden sah.

Es drängt sich der schreckliche Verdacht auf, der Elite-Cop könnte mit dem mysteriösen Abtauchen der Fitness-Trainerin etwas zu tun haben – allein: Es fehlten die Beweise. Dabei war sogar ein mögliches Motiv für eine schreckliche Bluttat aufgetaucht: Denn die 34-Jährige – die der Vergebene auf einer Datingplattform kennengelernt hatte – sollte von ihm ein Kind erwarten. Da er sich selbst jedoch in einer Beziehung befindet, könnte es mit der Fitness-Trainerin beim letzten Treffen vor ihrem Verschwinden zu einem Streit gekommen sein.

Bist du von Gewalt betroffen? Hier findest du Hilfe

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Angeblich tödliche Würgespiele beim Sex

Eine andere Version servierte der Cobra-Beamte nun bei seinem Geständnis: Demnach sei es zwischen Johanna G. und ihm zum Geschlechtsverkehr in einem Auto gekommen. Das habe, so der Polizist, zu "Würgespielen" geführt, die für die Frau tödlich geendet hätten. Eine Mord-Absicht streitet der Mann demnach weiterhin ab. In Panik habe der Polizist dann den leblosen Körper der Frau in einem Loch verscharrt – die Leiche wurde nach "Heute"-Informationen am Dienstagabend geborgen.

Bei einer Hausdurchsuchung beim Polizisten wurden zuvor bereits diverse Waffen beim Beamten gefunden – darunter auch zwei Pistolen, die bei der Polizei gestohlen gemeldet wurden – darunter eine sogenannte SX-Waffe, mit der Farbpatronen verschossen werden können. Der Cobra-Beamte wurde sofort mit einem Waffenverbot belegt.

Im Verhör schien der Cobra-Cop trotz anfänglichen Widersprüchen – so leugnete er zuerst, Johanna G. überhaupt zu kennen, wohl um seine bestehende Beziehung nicht zu belasten – vor seinem Geständnis eisern bei seiner Version zu bleiben: "Ihr Verschwinden kann ich mir nicht erklären", sagte er zu Beginn aus. Nun die Wende.

Für den Polizisten gilt die Unschuldsvermutung.

{title && {title} } ct, {title && {title} } Akt. 14.01.2026, 10:58, 13.01.2026, 17:10
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