Kaum mehr Faschierte Laibchen für die Kids, nur noch abgepacktes Aktions-Faschiertes - eine Alleinerzieherin aus Niederösterreich treffen die massiven Teuerungen sehr hart, sie musste sogar ihre Einkaufs- und Kochgewohnheiten ändern.
"Ich gehe 30 Stunden arbeiten. Zwei meiner Kinder sind schulpflichtig, eines geht in den Kindergarten. Doch am Ende des Monats ist immer ein großes Minus am Konto", erzählt die Mutter (35) aus dem Raum St. Pölten. Aber so war es nicht immer. "Vor Corona kam ich gut aus mit meinem Geld. Doch dann kam die Kurzarbeit", sagt die gelernte Einzelhandelskauffrau. Vor allem die Preissteigerung macht ihr zu schaffen.
"Ich bin froh, dass meine Kinder zu Mittag in der Schule und im Kindergarten eine warme Mahlzeit bekommen. Denn ein Wochen-Einkauf für uns vier ist jetzt teure Angelegenheit", sagt sie. Vor allem der Fleischpreis ist enorm angestiegen. Für ein Kilo gemischtes Faschiertes zahlt man - wenn es nicht im Angebot ist - knapp 10 Euro an der Fleischtheke. Abgepackt muss man zwischen 7,50 und 6,50 Euro zahlen. "Ich kaufe Faschiertes nur wenn es vergünstigt ist oder mit minus 50 Prozent angeschrieben ist, weil es am nächsten Tag abläuft", erzählt die Mutter. Fleischlaibchen oder Spaghetti Bolognese gibt es daher nicht mehr so oft.
Auch Semmeln sind teurer geworden - mehr dazu hier.
"Wenn die Preise weiterhin so explodieren, weiß ich nicht mehr, wie ich mir alles leisten soll. Miete, Strom und Lebensmittel - alles wurde angehoben. Auch die Schulausflüge sind teurer geworden. Und die Familienbeihilfe und der Lohn ist gleich geblieben", klagt die Alleinerzieherin.