Marko Arnautovic ist Österreichs Rekord-Torschütze und Fanliebling. Das war nicht immer so. Vor allem in jungen Jahren lieferte der Wiener zahlreiche Eskapaden, sorgte abseits des Platzes für Negativ-Schlagzeilen – die er im Rückspiegel bereut.
"Mein Vater hat immer gesagt: Denk zehn Mal nach und rede ein Mal – ich hab leider das Gegenteil gemacht", schmunzelt der mittlerweile 37-Jährige im Interview bei ServusTV.
Vor allem eine Episode aus dem Jahr 2012 erlangte Kult-Status. Der damals 23-Jährige war auf dem Weg zu seiner schwangeren Frau in Richtung Wiener AKH unterwegs, als er von einem Polizisten angehalten wurde.
Es entwickelte sich ein Streitgespräch, bei dem unter anderem der legendäre Satz "Ich verdiene so viel, ich kann dein Leben kaufen. Ich bin etwas Höheres als du" gefallen sein soll. Der Skandal war perfekt.
14 Jahre später erklärt Arnautovic nun: "Es war ein Missverständnis zwischen mir und dem Polizisten. Alles hat mit seiner Aussage begonnen, aber ich will nicht nochmal sagen, was er gesagt hat. Es war ein Fehler von mir, auch wenn er den ersten Fehler gemacht hat. Aber ich war die bekannte Person, es war ein gefundenes Fressen für ihn."
Arnautovic vermutet, dass er ohne Eklats ein anderer Spieler geworden wäre: "Vielleicht wäre meine Karriere ganz anders verlaufen, wenn diese Eskapaden nicht gewesen wären, wenn ich in jungen Jahren die richtigen Entscheidungen getroffen hätte. Aber ich bin trotzdem zufrieden, mir geht es gut."