Für einen solchen Schritt müsste das US-Militär wohl die iranische Insel Charg im Persischen Golf einnehmen, über die etwa 90 Prozent der Erdölausfuhren des Landes abgewickelt werden. US-Präsident Donald Trump verglich die Situation im Iran laut Bericht mit der in Venezuela, wo die USA nach der Entführung von Nicolás Maduro "auf unbestimmte Zeit" die Ölindustrie kontrollieren will.
Das Pentagon habe die Entsendung von rund 10.000 Soldaten angeordnet, die für die Eroberung und Sicherung von Land ausgebildet sind, berichtete die Zeitung. Ein Angriff auf den Exportknotenpunkt Charg wäre jedoch riskant. "Vielleicht nehmen wir die Insel Charg ein, vielleicht auch nicht. Wir haben viele Optionen", wurde Trump von der FT zitiert.
"Es würde auch bedeuten, dass wir eine Weile dort (auf Charg) bleiben müssten." Auf die Frage nach dem Stand der iranischen Verteidigung auf der Insel antwortete er: "Ich glaube nicht, dass sie über eine Verteidigung verfügen. Wir könnten sie sehr leicht einnehmen." Experten warnen, dass US-Soldaten nach einer möglichen Einnahme und Besetzung der Insel leichte Ziele für iranische Angriffe wären.
Trotz seiner Drohungen, die iranische Ölförderung einzunehmen, betonte Trump der Zeitung zufolge, dass die indirekten Gespräche zwischen den USA und dem Iran über pakistanische Vermittler gut vorankämen. Trump hat dem Iran eine neue Frist gesetzt, um ein Abkommen zur Beendigung des Krieges zu akzeptieren - andernfalls drohen US-Angriffe auf den iranischen Energiesektor.
Die Frist läuft am 7. April um 2.00 Uhr nachts ab. Auf die Frage, ob in den kommenden Tagen ein Waffenruheabkommen erzielt werden könne, das die für den globalen Öl- und Gastransport wichtige Straße von Hormus wieder öffnen würde, lehnte Trump es dem Bericht zufolge ab, konkrete Details zu nennen.
"Wir haben noch etwa 3.000 Ziele übrig - wir haben 13.000 Ziele bombardiert - und noch ein paar Tausend Ziele vor uns", wurde er zitiert. "Ein Abkommen könnte ziemlich schnell zustande kommen", meinte er demnach.