"Nach den Terroranschlägen in Neuseeland haben wir als Islamische Glaubensgemeinschaft gesagt: Es reicht. Und die Aussagen des Vizekanzlers sind eine massive Entgleisung, die wir nicht mehr hinnehmen können," so IGGÖ-Präsident Ümit Vural in einer Aussendung am Mittwoch. Er bezieht sich auf eine Diskussion anlässlich des neuen Buches von Thilo Sarrazin am 14. März in Wien. FPÖ-Vizekanzler Heinz-Christian Strache hatte unter anderem über "islamische Kindergärten" gewettert.
Das kritisiert die IGGÖ
Insbesondere zwei Aussagen könnten aus Sicht der Islamischen Glaubensgemeinschaft zu Gewalt gegen muslimische Menschen und Einrichtungen aufstacheln:
"Wir haben radikale islamistische Vereine, alleine in Wien Kindergartenstrukturen, 150 und mehr islamische Kindergärten wo dann, wie ja auch aufgedeckt werden konnte, mit Hasspredigten die Kinder zu Märtyrern erzogen werden sollen, sich verkleiden als Soldaten und für den 'Islamischen Staat' als Kämpfer auftreten sollen, mit Maschinenpistolen und Handgranaten und Verherrlichung islamistischer Terroristen. Das alles hat es an den Wiener Schulen gegeben."
IGGÖ
Die Islamische Glaubensgemeinschaft in Österreich (IGGÖ) ist als Körperschaft öffentlichen Rechts offizielle Vertretung und zuständig für die Verwaltung der religiösen Belange der in Österreich lebenden Muslime.
"Ab einer gewissen Prozentualität an muslimischen Mitbürgern, die sich zuerst friedlich verhalten haben, nachher auch offensiver auftreten, die Bürgerkriegszustände kennen wir..."
"Niemand steht über dem Gesetz, keine Politiker-Karriere ist wichtiger als der soziale Friede in unserem Land. Daher hat uns der Vizekanzler durch seine massiven Entgleisungen zu diesem Schritt gezwungen", so Vural.
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(red)