Bauskandal sorgt für Kritik

Illegaler Abriss am Khleslplatz – FPÖ droht mit Anzeige

Illegaler Abriss, politische Vorwürfe und Forderungen nach harten Konsequenzen: Der Fall Khleslplatz sorgt weiter für Wirbel.
Wien Heute
11.01.2026, 21:09
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Jetzt ist es amtlich: Der rund 350 Jahre alte historische Taubenschlag am Khleslplatz (Wien-Meidling) wurde ohne die nötige Abbruchbewilligung dem Erdboden gleichgemacht. Das bestätigte die Baupolizei gegenüber dem "Kurier". Ein entsprechendes Ansuchen wurde nie gestellt.

FPÖ Meidling prüft Anzeige

Für die FPÖ ist klar: Hier liegt ein handfester Skandal vor. "Unsere Befürchtungen wurden nun amtlich bestätigt: Der Abriss war illegal", so der Meidlinger FPÖ-Gemeinderat und Landtagsabgeordnete Lukas Brucker. Was SPÖ und NEOS politisch "durchgepeitscht" hätten, ende nun in einem "Bauskandal". Besonders brisant: Laut Baupolizei wäre für den Abriss zwingend eine Genehmigung erforderlich gewesen. "Hier wurde geltendes Recht missachtet. Wir prüfen daher eine Anzeige", so Brucker.

"Skandal der Sonderklasse"

Die Freiheitlichen fordern harte Strafen für den Investor sowie den Entzug sämtlicher Baubescheide im sensiblen Bereich rund um den Khleslplatz. "Wer Kulturerbe zerstört und sich über Gesetze hinwegsetzt, darf dafür nicht auch noch belohnt werden", stellt Brucker klar. Für ihn ist der Fall Teil eines größeren Problems: Der gesamte Umwidmungsprozess sei ein "SPÖ-Skandal der Sonderklasse", durchgezogen mit rot-pinker Mehrheit – gegen Bürgerinitiative und Opposition.

Auch ÖVP fordert Aufklärung

Auch die ÖVP schlägt Alarm. Der Meidlinger Bezirksparteiobmann Lorenz Mayer sieht im aktuellen Bericht eine Bestätigung jahrelanger Kritik. "Diese Vorgänge stehen sinnbildlich für die skandalöse Causa Khleslplatz. So darf Stadtentwicklung nicht ablaufen: ohne Transparenz und ohne echte Bürgerbeteiligung", erklärt Mayer. Besonders brisant sei die Frage, wie ein derart gravierender Eingriff überhaupt passieren konnte, ohne dass rechtzeitig eingegriffen wurde.

Der Khleslplatz steht seit dem vergangenen Jahr im Fokus hitziger Debatten um Ortsbildschutz und Lebensqualität. Viele Anrainer hatten vor dem Verlust historischer Substanz gewarnt. "Der jetzige Fall zeigt leider, dass diese Sorgen berechtigt waren", so Mayer. Einig sind sich FPÖ und ÖVP in einem Punkt: Der Fall muss lückenlos aufgeklärt werden. Die FPÖ plant parlamentarische Anfragen.

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