Wer am Yppenplatz in Wien ein Messer mit sich führt, muss stark aufpassen. Seit August 2025 hat die Polizei dort eine Waffenverbotszone eingerichtet, die das Mitführen von Waffen sowie gefährlichen Gegenständen im öffentlichen Raum strikt untersagt. Ursprünglich befristet bis zum 2. Februar, deutet Polizeipräsident Gerhard Pürstl im ORF-Interview nun eine Verlängerung der Maßnahme an.
"Grundsätzlich kann man sagen, wenn eine Waffenverbotszone einmal wirkt, dann verlängert man sie auch weiter", erklärte Pürstl. Die Polizei verfolgt intensiv Verstöße und analysiert, wie sich die Sicherheitslage seit Inkrafttreten des Verbots entwickelt hat.
Kurz nach Einführung der Waffenverbotszone am Yppenplatz kam es zu schweren Vorfällen: Im August etwa eskalierte ein Streit, als ein 28‑jähriger Lkw‑Fahrer völlig außer Kontrolle geriet und ein 60‑cm‑Messer zog. Das Grätzl zeigt sich immer wieder als Brennpunkt von Gewalt. Anfang November spitzte sich die Lage weiter zu: Bei einer Schießerei vor einem Lokal verlor eine Person ihr Leben.
Messer gelten als die gefährlichsten Gegenstände im öffentlichen Raum. Auch auf Bundesebene steht das Thema auf der Agenda: Ein generelles Messertrageverbot im öffentlichen Raum könnte noch heuer Realität werden. Pürstl unterstützt die Pläne – denn die Zahl der Vorfälle mit Messern ist nach wie vor hoch.