Während Dortmund das Topspiel nach einer enttäuschenden Leistung mit 0:1 verlor, gab sich der Deutsche Rekordmeister in Hamburg keine Blöße und schoss St. Pauli mit 5:0 ab – und darf dadurch schon einmal den Champagner für die Meisterfeier einkühlen. Denn bereits am Sonntag könnte der 35. Meistertitel der Vereinsgeschichte feststehen. Besonders brisant: Ausgerechnet ÖFB-Coach Christian Ilzer könnte mit Hoffenheim den Münchnern den Titel bescheren.
Das Rechenbeispiel dazu: Das Team von Vincent Kompany liegt aktuell mit zwölf Punkten Vorsprung auf den BVB an der Tabellenspitze – bei noch fünf ausstehenden Spieltagen. Am Samstag (15.30 Uhr) gastiert Dortmund bei der TSG – und ist dort zum Siegen verdammt. Sollte das Team von Niko Kovac erneut verlieren, können die Bayern am Tag darauf gegen Stuttgart den Meistertitel fixieren.
Für die Münchner würde bei einer Dortmund-Niederlage sogar ein Unentschieden reichen. Denn: Bei einem Remis wären die Bayern vier Spieltage vor dem Saisonende mit dreizehn Punkten Vorsprung Tabellenführer und damit rechnerisch (weil nur noch zwölf Punkte zu vergeben sind) nicht mehr einzuholen – mit einem Sieg wären es 15 Zähler Vorsprung.
Sollte Dortmund gegen Ilzer Punkte liegen lassen und unentschieden spielen, bräuchten die Bayern einen Heimsieg gegen Stuttgart, um bereits am 30. Spieltag fix deutscher Meister zu sein. Sollte der BVB im Kraichgau gewinnen, wäre die Titel-Entscheidung zumindest vorerst um eine Woche vertagt.