Im Kampf um den Aufstieg in die englische Premier League werden dem FC Southampton unfaire Methoden vorgeworfen. Vor dem Play-off-Duell mit Middlesbrough (Samstag, 13.30 Uhr) eröffnete der englische Verband EFL ein Disziplinarverfahren gegen Southampton. Ein Mitarbeiter des Klubs soll beim Training von Middlesbrough spioniert haben.
Der Verband begründete das am Freitag eröffnete Verfahren gegen Southampton mit der "Beschwerde von Middlesbrough wegen angeblich ungenehmigter Filmaufnahmen im Vorfeld des Hinspiels des Halbfinals" um den Aufstieg von der Championship in die Premier League.
Im Zentrum des Vorwurfs steht eine Regel, wonach innerhalb von 72 Stunden vor einem angesetzten Spiel das Training des Gegners nicht beobachtet werden darf.
Mehrere englische Medien berichten über das "Spionage-Drama". Demnach soll sich ein Mitarbeiter von Southampton am Donnerstag im Gebüsch unweit des Trainingsplatzes von Middlesbrough versteckt haben. Der Mann habe eine Kamera dabeigehabt und soll unerlaubt gefilmt haben, sei allerdings dabei erwischt worden. Daraufhin habe der Beschuldigte die Aufnahme von seinem iPhone gelöscht.
In der englischen Play-off-Serie spielen vier Teams zunächst in Halbfinalpartien um den Aufstieg. Das diesjährige Finale findet am 23. Mai statt.