Während Didi Kühbauer mit dem LASK noch um den Meistertitel in der österreichischen Bundesliga zittert, legte sein älterer Bruder Josef am Freitag mit dem MSV 2020 vor. Die Mattersburger sicherten sich den Titel in der Burgenlandliga – Torjäger Niklas Lang sorgte danach mit einer frechen Spitze gegen den LASK-Trainer für Lacher.
Die Feierlichkeiten kannten nach dem fulminanten 6:0 über Siegendorf keine Grenzen – und auch Didi Kühbauer war präsent, zumindest im Geiste der Spieler. Als Josef Kühbauer nach Abpfiff der "BVZ" für Fragen und Antworten bereitstand, crashte Stürmer Lang (26 Tore in 25 Spielen) das Interview und stichelte mit einer Portion Humor gegen den bekannten Bruder seines Trainers.
"Wer ist Didi Kühbauer?", schrie der Stürmer ins Mikro und verschwand dann aus dem Bild. Josef Kühbauer gerade in seiner Antwort vertieft wurde vom Interview-Crasher sichtlich überrascht und bekam dann auch noch die obligatorische Bierdusche.
Der Grund der Spitze ist jedenfalls klar: Josef Kühbauer ist seinem jüngeren Bruder in der Saison einen Meistertitel voraus – zumindest noch. Denn der LASK kämpft in der Bundesliga um den Titel, kann ihn allerdings bereits am Sonntag gegen Red Bull Salzburg klarmachen. Voraussetzung: Die Kühbauer-Mannschaft holt gegen die Bullen mehr Punkte als Verfolger Sturm Graz gegen Hartberg.
Der MSV setzt derweil seinen Durchmarsch der letzten Jahre fort. Der Aufstieg in die Regionalliga ist nach dem Sieg am Freitag bereits vier Runden vor dem Saisonende fix – weil Leithaprodersdorf gegen Deutschkreutz zeitgleich mit 0:2 verlor. Damit marschierte der Klub in nur vier Jahren von der untersten Spielklasse in die Regionalliga durch.