Impfkaiser: Darum ist in Goldwörth die Quote so hoch

Goldwörths Bürgermeister Johann Müllner ist stolz, dass sich so viele Gemeindebürger schon impfen haben lassen.
Goldwörths Bürgermeister Johann Müllner ist stolz, dass sich so viele Gemeindebürger schon impfen haben lassen.iStock/ÖVP
Das kleine Goldwörth mit seinen nicht einmal 1.000 Einwohnern ist der Impfkaiser in Oberösterreich. Aber warum ist das so?

In der Vorwoche redete ganz Oberösterreich über den Bezirk Braunau. Der Grund: Die niedrige Impfquote und die hohe Inzidenz von über 300. In dem Bezirk gibt es sogar Gemeinden, in denen nur rund 30 Prozent der Bevölkerung geimpft sind (wie berichteten).

Dass es auch anders geht, beweisen aber zahlreiche oberösterreichischen Gemeinden, in denen die Impfbereitschaft weitaus höher war und ist. So gibt es etwa schon drei Gemeinden, in denen über 70 Prozent der Menschen voll immunisiert sind. Der Impfkaiser sozusagen ist das kleine Goldwörth (Bez. Urfahr-Umgebung).

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72 Prozent geimpft

Von den 870 Einwohnern (mit Zweitwohnsitzen) sind schon 72 Prozent der über 12-Jährigen vollimmunisiert. "Heute" hat mit dem Bürgermeister der Gemeinde, Johann Müllner (ÖVP), gesprochen, warum das so ist.

"Wir haben immer sehr intensiv über die Homepage der Gemeinde und in den Gemeindenachrichten über die Vorteile der Impfung informiert", sagt der Bürgermeister im Gespräch mit "Heute". Ein nicht unwesentlicher Teil wird auch der Tatsache geschuldet sein, dass der Gemeindearzt der Nachbargemeinde Walding, Wolfgang Falkner, in Goldwörth lebt.

"Der ist hier gut vernetzt, kennt viele Menschen und hat dadurch viel informiert", sagt Müllner. Aber auch das Vereinsleben in der Gemeinde war ein Teil der Erfolgsgeschichte. "Die Leute wollten sich wieder mit ihren Freunden und Sportkameraden treffen und das ist mit Impfung einfach viel einfacher", so Müllner.

Kindergarten geschlossen

Dass die Impfung wirkt, zeigt die Tatsache, dass es zuletzt keinen einzigen Corona-Fall im Goldwörth gab. Bis zum Mittwoch, denn da bekam Bürgermeister Müllner von der Bezirkhauptmanschaft schlechte Nachrichten.

"Wir haben im Kindergarten vier Fälle. Diese sind nicht vom Personal, sondern vermutlich direkt von den Kindern übertragen worden. Der Krankheitsverlauf ist harmlos, die Ansteckungsgefahr, dank der hohen Impfquote gering. Der Kindergarten ist diese Woche aber geschlossen", so Müllner.

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