Impfungen als Ursache für Allergien?

80 und mehr Prozent der österreichischen Kinder sind gegen die häufigsten und teils durchaus gefährlichen Kinderkrankheiten geimpft. Aber ihre Eltern haben offenbar trotzdem mangelndes sachliches Wissen über die Immunisierungen. So meinen rund 40 Prozent, dass Impfungen die Ursache für Allergien sind. Doch das ist schlichtweg unrichtig.

. Aber ihre Eltern haben offenbar trotzdem mangelndes sachliches Wissen über die Immunisierungen. So meinen rund 40 Prozent, dass Impfungen die Ursache für Allergien sind. Doch das ist schlichtweg unrichtig.

Die Impfskepsis ist in den westlichen österreichischen Bundesländern, zum Beispiel in Tirol, stärker ausgeprägt als im Osten des Bundesgebietes.

Migranten dürften aufgrund der von ihnen wahrscheinlich häufiger noch in der alten Heimat wahrgenommenen Vorteile der Impfungen in der Bekämpfung gefährlicher Infektionskrankheiten bessere Informationen und eine positivere Einstellung haben.

Diese Daten stammen aus der Zwischenauswertung einer repräsentativen Untersuchung, seit Anfang des Jahres 750 Elternteile von Kindern in Österreich befragt werden sollen:


78 Prozent der Eltern erklärten, dass Kinderkrankheiten (auch oft gefährlich verlaufende wie Masern) "gut für die Entwicklung des Kindes" wären. Unter Migranten lag dieser Prozentsatz bei 71 Prozent, bei in Österreich Geborenen gar bei 80 Prozent.
42 Prozent aller bisher befragten Eltern gaben an, Impfungen seien die Ursache für Allergien (Migranten: 40 Prozent; in Österreich geborene Elternteile: 43 Prozent; deklarierte Impfgegner: 93 Prozent).
Nur zwei Drittel der Probanden sagten, man sollte Kinder gegen die potenziell gefährlichen und hoch ansteckenden Infektionen Masern, Mumps und Röteln per MMR-Impfung schützen. Allerdings, rund 80 Prozent der Kinder in Österreich sind dagegen immunisiert. Es wäre aber zur möglichen Ausrottung der Erkrankung ein deutlich höherer Durchimpfungsgrad erforderlich.
Sechs Prozent bezeichneten sich als "Impfgegner" - in Deutschland waren es bei einer praktisch identen, abgeschlossenen repräsentativen Umfrage mit rund 3.000 Elternteilen nur ein Prozent. Als Impfskeptiker (Angst vor Nebenwirkungen, selektive Auswahl von Impfungen für Kinder bzw. Weglassen einzelner empfohlener Immunisierungen) sind in Österreich 55 Prozent der Eltern laut den vorläufigen Ergebnissen anzusehen (Deutschland: 35 Prozent).
Impfbefürworter sind in Deutschland 64 Prozent der Eltern, in Österreich haben demnach nur 39 Prozent keine Vorbehalte.

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