In diesen Bundesländern gab es die meisten Straftaten

Bei den Kriminalfällen gab es in Österreich 2020 einen deutlichen Rückgang (Symbolbild).
Bei den Kriminalfällen gab es in Österreich 2020 einen deutlichen Rückgang (Symbolbild).GEORG HOCHMUTH
Wie die Kriminal­statistik 2020 zeigt, wurden in Österreich in den ersten sechs Monaten insgesamt 215.478 Straftaten begangen.

Bereits im September haben der Abgeordnete Hannes Amesbauer (FPÖ) und weitere Kollegen eine parlamentarische Anfrage bezüglich Kriminalität im ersten Halbjahr in Österreich an Innenminister Karl Nehammer gestellt. Im ersten Halbjahr gab es laut Innenministerium insgesamt 215.478 Straftaten, das ist ein Rückgang im Vergleich zum Jahr 2019, wo im selben Zeitraum 238.830 Straftaten verübt wurden.

Meiste Straftaten in Wien

Nehammer weist jedoch darauf hin, dass es sich bei den Zahlen um Rohdaten handelt, die noch nicht der Qualitätskontrolle und weiteren Prüfmechanismen unterzogen wurden. 

Die meisten Straftaten gab es demnach in Wien mit 75.058, gefolgt von Niederösterreich (29.843). In Oberösterreich wurden 29.063 Delikte vermeldet. Die wenigsten Fälle gab es im Burgenland mit 3.684.

Die weiteren Bundesländer: Kärnten (10.204), Salzburg (14.840), Steiermark (22.806), Tirol (19.934) und Vorarlberg (10.046).

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Die Aufklärungsquote lag insgesamt bei 53,2 Prozent. Am höchsten war sie im Bundesland Kärnten (61,9 Prozent), am niedrigsten in Wien (43,8 Prozent).

Deutlicher Rückgang bei Diebstählen und Einbrüchen

Insgesamt gab es 34.371 strafbare Handlungen gegen Leib und Leben in ganz Österreich bis Juni. Hier wurde eine Aufklärungsquote von 86,7 Prozent erzielt. Im Vorjahr wurden 38.969 Delikte gegen Leib und Leben verzeichnet.

Weiters sind im ersten Halbjahr 125.792 strafbare Handlungen gegen fremdes Vermögen sind in der Kriminalstatistik angeführt, dazu zählen Diebstähle, Einbrüche, Betrug, Erpressung, etc. Hier lag die Aufklärungsquote bei 32,5 Prozent. Im Vorjahr gab es in diesem Bereich noch 140.884 Straftaten.

Insgesamt wurden bis Juni 2020 2.745 strafbare Handlungen gegen die sexuelle Integrität und Selbstbestimmung angezeigt, im Vorjahr waren es 3.043. Die Aufklärungsquote betrug heuer 82,3 Prozent.

5.047 Tatverdächtige waren Asylwerber

136.793 Tatverdächtige konnten im ersten Halbjahr 2020 ermittelt werden. 15.630 wurden wegen Körperverletzung angezeigt, gegen 14.318 Personen wurde wegen Diebstahl ermittelt. 10.821 Personen mussten sich wegen schwerer Erpressung verantworten. 10.525 Personen wurden wegen fahrlässige Körperverletzung im Straßenverkehr verurteilt. In 8.834 Fällen ermittelten die Polizisten wegen Sachbeschädigung. Zudem gab es 101 Mord-Fälle.

Die vorläufige Anzahl der fremden Tatverdächtigen beträgt 56.243. Am häufigsten wurden jene Verdächtige wegen Diebstahl (7.262) verurteilt, gefolgt von Körperverletzung (6.143) und Betrug (5.451). 5.047 der fremden Tatverdächtigen waren Asylwerber. 16.707 der kriminellen Personen waren erwerbstätig, 10.998 waren nicht erwerbstätig, aber in Österreich sozialversichert.

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