Im Persischen Golf ist es nach Angriffen der USA und Israels zu einem Brand auf einer wichtigen Energieanlage gekommen. Das berichtete das iranische Staatsfernsehen am Mittwoch. Demnach wurde eine Förderanlage eines großen Gasfelds getroffen, Feuerwehrteams seien bereits im Einsatz. Die Angaben stützen sich auf den örtlichen stellvertretenden Gouverneur.
Betroffen ist das Gasfeld South Pars/North Dome – die größte bekannte Gasreserve der Welt. Es liegt im Persischen Golf und deckt rund 70 Prozent des iranischen Erdgasbedarfs. Bereits im vergangenen Juni hatte Israel im Zuge des Zwölftagekrieges iranische Einrichtungen auf diesem Gasfeld angegriffen.
Auch aus Katar kommt deutliche Kritik. Das Land, das das Gasfeld gemeinsam mit dem Iran nutzt, bezeichnete den Angriff als "gefährlich und verantwortungslos". Ein Sprecher des Außenministeriums warnte, Angriffe auf Energieinfrastruktur seien eine "Bedrohung für die globale Energiesicherheit, die Bevölkerung in der Region und ihre Umwelt".
Unterdessen verschärft sich der Ton aus Teheran. Das iranische Militär kündigte an, "die Quelle der Aggression" hart zu treffen. Man erwäge, "die Kraftstoff-, Energie- und Gasinfrastruktur" jener Länder ins Visier zu nehmen, von denen die Angriffe ausgegangen seien.
Das Staatsfernsehen veröffentlichte zudem eine Liste möglicher Ziele. Darauf finden sich Öl- und Gasanlagen in Saudi-Arabien, Katar und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Diese könnten "in den kommenden Stunden" angegriffen werden.