Nach langem Zögern

Iran bestätigt Tod von Sicherheitschef Ali Laridschani

Der Iran bestätigte am Dienstagabend nach langem Schweigen den Tod des Anführers der Basidsch-Miliz sowie des Sicherheitschefs Ali Laridschani.
Newsdesk Heute
17.03.2026, 22:23
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Die iranischen Revolutionsgarden haben am Dienstagabend bestätigt, dass der Anführer der für die innere Sicherheit zuständigen Basidsch-Miliz bei einem israelischen Angriff getötet wurde. Laut der offiziellen Website der Revolutionsgarden sei Gholamresa Soleimani "einer terroristischen Attacke des amerikanisch-zionistischen Feindes" zum Opfer gefallen. Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz hatte am Morgen erklärt, dass die Streitkräfte seines Landes Soleimani und den iranischen Sicherheitschef Ali Laridschani getötet hätten.

Der Tod von Laridschani wurde von iranischer Seite stundenlang nicht kommentiert, bis am Abend ebenfalls die Bestätigung kam. Nach Angaben Israels wurde Basidsch-Chef Soleimani von der israelischen Luftwaffe bei einem "Präzisionsangriff" getötet, der auf geheimdienstlichen Erkenntnissen basierte. Die Basidsch-Miliz sei besonders für "die wichtigsten Unterdrückungsmaßnahmen" bei den rund um den Jahreswechsel niedergeschlagenen Massenprotesten gegen die iranische Führung verantwortlich gewesen.

Dauerhafte Veränderungen in der Straße von Hormus

Der iranische Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf hat indes angekündigt, dass es beim Schiffsverkehr in der für den weltweiten Öl- und Gashandel so wichtigen Straße von Hormus dauerhafte Veränderungen geben wird. "Die Situation in der Straße von Hormus wird nicht zu ihrem Vorkriegszustand zurückkehren", sagte er am Dienstag auf Englisch in Onlinenetzwerken. Seit dem Beginn des Iran-Kriegs am 28. Februar ist die Straße von Hormus, durch die ungefähr ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggastransports läuft, vom iranischen Militär praktisch gesperrt.

Die Meerenge zwischen der Arabischen Halbinsel und dem Iran wird von den iranischen Revolutionsgarden kontrolliert. Außerdem hat der Iran Ölanlagen in mehreren Ländern der Golfregion sowie Öltanker beschossen. Diese Entwicklungen sorgen dafür, dass die Preise für Öl und Gas stark gestiegen sind.

Laut einer Datenauswertung vom Dienstag lässt der Iran aber einzelne Schiffe von verbündeten Ländern durch die Straße von Hormus fahren. Mindestens fünf Schiffe hätten die Meerenge am Sonntag und Montag über iranische Gewässer verlassen, erklärte das Unternehmen Windward, das weltweit die Schiffsbewegungen beobachtet.

Der Irak hat unterdessen bekanntgegeben, dass er mit dem Iran in Kontakt steht, um die Durchfahrt einiger irakischer Öltanker durch die Straße von Hormus zu ermöglichen. Dafür müssten dem Iran die Identität dieser Schiffe, ihre Namen und ihre Zugehörigkeit gemeldet werden, sagte der irakische Ölminister. Ölverkäufe machen 90 Prozent der Staatseinnahmen im Irak aus.

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