Israel hat nach eigenen Angaben den Kommandeur der iranischen Basidsch-Miliz, Gholamresa Soleimani, bei einem Angriff am Montag getötet. Das teilte das Militär am Dienstag mit.
Demnach kamen bei dem Schlag auch ein stellvertretender Kommandeur sowie weitere hochrangige Funktionäre ums Leben. Eine Bestätigung aus dem Iran gibt es bisher nicht.
Die Basidsch sind eine Freiwilligeneinheit der iranischen Revolutionsgarde und gelten als wichtige Stütze des Regimes. Schätzungen zufolge gehören der Miliz mehrere Hunderttausend Anhänger an.
Das israelische Militär bezeichnet die Truppe als Teil des bewaffneten Apparats des Iran. Besonders bei Protesten im eigenen Land sollen Basidsch-Einheiten immer wieder eingesetzt worden sein. Laut israelischer Darstellung gingen sie unter Soleimanis Kommando mit massiver Gewalt gegen Demonstranten vor, darunter Festnahmen und harte Einsätze auf der Straße.
Zur Zahl der Todesopfer bei Protesten gibt es unterschiedliche Angaben, die sich unabhängig nur schwer überprüfen lassen. Von bis zu 30.000 Getöteten ist die Rede.
Die israelischen Streitkräfte haben nach eigenen Angaben in der Nacht einen weiteren hochrangigen iranischen Funktionär ins Visier genommen. Ziel des Angriffs in Teheran war demnach Ali Laridschani, ein einflussreicher Politiker des Landes.
Ob er dabei getötet wurde, ist laut israelischem Militär derzeit noch unklar – die Ergebnisse würden noch geprüft.
Parallel dazu meldet Israel einen weiteren Schlag gegen den Palästinensischen Islamischen Dschihad. Bei einem Angriff am Mittwoch sei der hochrangige Anführer Akram al-Ajouri attackiert worden. Nach Einschätzung des Militärs wurde er dabei getötet, eine endgültige Bestätigung steht aber noch aus.
Israel geht im aktuellen Krieg gezielt gegen Führungspersonen seiner Gegner vor. Laut Militär wurden bereits Dutzende wichtige Figuren aus dem iranischen Machtapparat ausgeschaltet.