Ajatollah Ali Chamenei ist tot. Der Oberste Führer des Irans wurde bereits in der ersten israelischen Angriffswelle getötet. Trotz dieses Enthauptungsschlags für das Regime wirft Chamenei immer noch einen Schatten voraus: Die iranischen Streitkräfte überziehen seither die gesamte Region mit Drohnen- und Raketenterror, genau wie es der Ober-Mullah geplant hatte.
Ihr Ziel: Chaos im Nahen Osten und Aufruhr auf den Weltmärkten. Alles in der Hoffnung, dass der dadurch steigende Druck auf die USA und Israel, zu einem schnellen Ende der Angriffe führt.
Ein Regime-Insider schildert nun der "Financial Times" die Details von Chameneis Vergeltungsplan, den dieser offenbar nach dem verheerenden 12-Tage-Krieg im vergangenen Juni aufgestellt hatte. Dieser Plan umfasse Angriffe auf Energieanlagen und Störungen des Flugverkehrs in der Region, sagte er.
Die Vergeltungsmaßnahmen würden sich gegen "jeden Ort, an dem sich Amerikaner aufhalten" richten. Die Golfregion solle so unsicher werden, dass "niemand mehr dort bleiben will".
Durch das "erhöhte Investitionsrisiko" solle Druck auf die USA aufgebaut werden, die mit den meisten Golfstaaten ein freundliches Verhältnis pflegen. "Investoren werden ihnen sagen: Ihr liegt in der Nähe des Iran, und jeden Moment könnte eine Rakete mitten in eurem Land einschlagen".
"Wir hatten keine andere Wahl, als zu eskalieren und ein großes Feuer zu entfachen, damit es jeder sehen konnte", wird der anonyme Insider zitiert. "Als unsere roten Linien unter Verletzung aller internationalen Gesetze überschritten wurden, konnten wir uns nicht mehr an die Spielregeln halten."
Der Plan wird trotz des Todes des Ajatollah und zahlreicher hochrangiger Kommandanten umgesetzt. Der Enthauptungsschlag sei nach dem vergangenen Sommer nicht mehr effektiv gewesen, behauptet die anonyme Quelle. Damals seien noch Befehle von oben notwendig gewesen, doch "jetzt wissen die Truppen vor Ort bereits, was sie zu tun haben."
Seither fallen die Angriffe immer weitreichender aus. Selbst Zypern und die Türkei sind ins Visier iranischer Raketen geraten. "Das wird so weitergehen, und es wird zu einer weiteren Eskalation kommen", droht der Regime-Insider. "Was haben sie erwartet? Wenn der Chef der Islamischen Republik getötet wird... Glauben sie dann, dass nichts passieren wird?"