Wegen der anhaltenden Angriffe aus dem Iran in der Golfregion haben viele Länder ihre Sicherheitsmaßnahmen verschärft. Westliche Diplomaten in der saudiarabischen Hauptstadt Riad mussten sich laut Nachrichtenagentur AFP am Donnerstag auf Anweisung ihrer Botschaften in Sicherheit bringen. Die Botschaften riefen sie dazu auf, einen sicheren Ort aufzusuchen.
Augenzeugen berichteten der AFP, dass das Diplomatenviertel in Riad von Sicherheitskräften abgeriegelt wurde. Großbritannien hat inzwischen sein Personal in der Botschaft in Bahrain reduziert. Einige Mitarbeiter und deren Familien wurden wegen der angespannten Lage "vorübergehend" aus Manama abgezogen. Russland evakuierte Frauen und Kinder aus seiner Botschaft in Teheran.
Das bestätigte der russische Vize-Außenminister Andrej Rudenko gegenüber der Nachrichtenagentur Tass. Die USA und Israel haben am Samstag schwere Luftangriffe auf den Iran gestartet. Dabei wurden der oberste Führer Ayatollah Ali Chamenei und weitere Mitglieder der iranischen Führung getötet. Der Iran schlägt jetzt mit Angriffen auf Israel, mehrere Golfstaaten und US-Einrichtungen in der Region zurück.
Seit Beginn der Angriffe sind mindestens 13 Menschen in den Golfstaaten ums Leben gekommen, darunter sieben Zivilisten. Die Behörden in Abu Dhabi meldeten am Donnerstag den Abschuss einer Drohne. Teile davon stürzten in einem Industriegebiet ab. Sechs Menschen wurden verletzt. Die Luftabwehr der Vereinigten Arabischen Emirate schoss laut Regierung außerdem sechs Raketen ab. Ein weiteres Geschoss schlug im Land ein.
Auch in Dubai und Manama waren Explosionen durch den Einsatz der Luftabwehr zu hören. In Doha, der Hauptstadt von Katar, sahen AFP-Journalisten eine Rauchwolke über der Stadt und hörten laute Detonationen. Das katarische Verteidigungsministerium gab an, dass am Donnerstag 13 Raketen und vier Drohnen abgeschossen wurden. Behörden brachten Bewohner in der Nähe der US-Botschaft in Doha in Sicherheit.