Die Eskalation rund um den Iran trifft auch zahlreiche Touristen. Seit dem 28. Februar gelten fast alle Staaten in der Region als Krisengebiet. Das Außenministerium hat für viele Länder im Nahen Osten eine Reisewarnung ausgesprochen. Der Luftraum wurde großflächig gesperrt. Tausende Touristinnen und Touristen sitzen fest - nicht nur in den betroffenen Reisezielen, wie Dubai oder Abu Dhabi, sondern auch in anderen Ländern, von wo aus die Flüge über den Nahen Osten zurück in die Heimat gehen.
"Rund 1.500 Reisende aus Österreich sitzen derzeit in den Vereinigten Arabischen Emiraten fest", bestätigt ÖAMTC-Juristin Verena Pronebner gegenüber "Heute".
Wer festsitzt und nicht weiß, wie er nach Hause kommt, soll in erster Linie Kontakt mit dem Reiseveranstalter aufnehmen. "Im Fall von Pauschalreisen muss der Veranstalter dafür Sorge tragen, dass die Reisenden sicher zurückkommen. Sprich, es wird auf den nächstmöglichen Flug umgebucht."
Derzeit sind die Flughäfen in Dubai, Abu Dhabi & Co. jedoch gesperrt. Wie lange weiß man aktuell nicht, so die Expertin. Damit muss der Aufenthalt zwangsläufig auf Kosten des Veranstalters verlängert werden. Hier gibt es jedoch einen Haken. "Gesetzlich muss der Veranstalter nur für bis zu drei Tage für das Hotel aufkommen. Alles Weitere muss individuell abgeklärt werden." Damit könnte es auch für Pauschalreisende teuer werden.
Bei sogenannten Individualreisen - also wurden Flug und Hotel gesondert gebucht - muss man sich beim Außenministerium und der Airline über den Stand der Dinge informieren und ob der gebuchte Flug vielleicht gecancelt wurde. Ist das der Fall, wird umgebucht oder man bekommt das Geld zurück. Damit muss man sich selbst um einen neuen Flug und eine Unterkunft kümmern. Die Vereinigten Arabischen Emirate wollen allerdings die Hotelkosten für betroffene Urlauber übernehmen. Das teilte das Ministerium für Kultur und Tourismus von Abu Dhabi am Sonntag mit.
Davon, auf eigene Faust zu handeln, rät die Expertin ab. Das führe in der Regel zu mehr Problemen und aktuell sei auch nur ein sehr weiträumiges Ausweichen möglich.
Von der Lage in der Golfregion sind oft auch Flüge nach Thailand, auf die Malediven und andere beliebte Inseln im Indischen Ozean und Australien betroffen. Viele dieser Verbindungen aus Österreich werden von Airlines aus den Vereinigten Arabischen Emiraten, Oman oder Katar bedient. Dabei müssen Reisende in Dubai oder an anderen Flughäfen in der umkämpften Region umsteigen.
Jene, die derzeit aus diesen Regionen zurückkehren wollen, müssen, insofern das überhaupt möglich ist, das Gebiet weitläufig umfliegen und werden deshalb auf andere Verbindungen umgebucht. Damit muss mit einer längeren Rückreise nach Österreich gerechnet werden.
Wem der Urlaubsantritt in den nächsten Tagen bevorsteht, bekommt je nach Reiseform ein neues Angebot oder das Geld zurück.