Thailand ist eines der beliebtesten Winterreiseziele weltweit. Doch aktuell sollten Reisende die Teilreisewarnung des Außenministeriums beachten: Die thailändisch-kambodschanische Grenze ist in den letzten Wochen wieder zum Konfliktgebiet geworden. Nach erneuten militärischen Auseinandersetzungen kam es Anfang Dezember zu Kämpfen, Luftangriffen und zahlreichen Evakuierungen von Zivilpersonen. Insbesondere entlang der Grenze um den historischen Tempel Preah Vihear sind örtliche Truppen und Militäreinheiten in Gefechte verwickelt.
Vor diesem Hintergrund hat das österreichische Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten (BMEIA) Reisewarnungen und Sicherheitshinweise für Thailand aktualisiert.
Eine Teilreisewarnung bezieht sich nicht auf das gesamte Land, sondern nur auf bestimmte Regionen, in denen die Sicherheitslage als besonders riskant eingestuft wird. Reisende sollten besonders die Gebiete entlang der thailändisch-kambodschanischen Grenze meiden.
Beliebte Urlaubsregionen wie Bangkok, Phuket, Chiang Mai oder Koh Samui sind derzeit hingegen nicht von der Teilreisewarnung betroffen – der normale Tourismus dort verläuft weiterhin weitgehend ungestört.
"Die Sicherheitslage kann sich jederzeit verändern und entwickeln", heißt es. Deshalb rät das Außenministerium Reisenden, sich regelmäßig über die Sicherheitslage zu informieren. Reisen in die besonders gefährdeten Provinzen im Süden und an der kambodschanischen Grenze sollen gemieden werden. Grenzübergänge auf dem Landweg können vorübergehend geschlossen und Flugverbindungen ausgesetzt werden. "Bleiben Sie aufmerksam und folgen Sie den Anweisungen der lokalen Behörden und der Armee." Zudem sollen die Reiseregistrierungsdienste des Außenministeriums genutzt werden, um im Krisenfall erreichbar zu sein.
Wichtig: Eine Teilreisewarnung ist kein generelles Reiseverbot, kann aber Auswirkungen auf Reiseversicherungen haben und gegebenenfalls Stornomöglichkeiten beeinflussen – insbesondere bei Pauschalreisen.