Mehrere Städte im Iran sind nach Angaben von Medien und iranischen Stellen Ziel gemeinsamer Angriffe der USA und Israels geworden. Als Reaktion hat die iranische Revolitionsgarde Raketen auf Ziele in der gesamten Region abgefeuert.
Aus Katar, Kuwait, den Vereinigten Arabischen Emiraten sowie Bahrain wurden anfliegende Raketen gemeldet. Laut Sky-Korrespondentin Sally Lockwood seien auch in Dubai Explosionen zu hören gewesen – Aufnahmen zeigten abgefangene Raketen am Himmel.
Ähnliches erlebten auch junge Wiener während ihres Urlaubs. Während einer Poolparty erlebten sie den dramatischen Angriff. Zwischen Bikinis, Drinks und lauter Musik sorgte dieser aber offenbar nicht für Angst – im Gegenteil.
"Zwei Raketen haben's gerade genau über uns abgefangen. Hahaha....Wooohoooo!", ist die aufgebrachte Stimme des jungen Filmenden aus dem Off zu hören. Sein kurzer Schwenk zu den anderen Partygästen zeigt: Niemand reagiert auch nur ansatzweise besorgt.
Dabei gab es dramatische Folgen: Auf Palm Jumeirah hat eine Rakete offenbar ein Fünf-Sterne-Hotel getroffen und einen Großbrand ausgelöst.
Videos in den Sozialen Medien zeigen das Feuer samt dicker Rauchsäule. Die Nachrichtenagentur AFP konnte vorerst nur Explosionen auf der künstlichen Insel bestätigen.
Medienberichten zufolge hatte es Irans Regime auf Militärbasen der USA in der Region abgesehen. Die iranische Revolutionsgarde erklärte, sie betrachte "alle US-Stützpunkte, Ressourcen und Interessen in der Region als legitime Ziele" für weitere Vergeltungsschläge.
Betroffen gewesen seien laut Berichten die Basen Al Udeid in Katar, Al Salem in Kuwait, Al Dhafra in den Vereinigten Arabischen Emiraten sowie der Stützpunkt der US-Fünften Flotte in Bahrain. Der Angriff auf das Marinezentrum wurde auch von der staatlichen Nachrichtenagentur BNA in Bahrain bestätigt.
In den Vereinigten Arabischen Emiraten kam mindestens eine Person ums Leben, in Syrien wurden nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur SANA vier Menschen getötet, als eine Rakete ein Gebäude im Süden des Landes traf. US-Behörden erklärten gegenüber Medien, dass bislang keine amerikanischen Opfer gemeldet worden seien.
Israel und die USA haben am Samstag unter anderem die iranischen Städte Teheran, Isfahan, Tabriz, Kermanshah und Qom bombardiert – Angaben dazu stammen aus Telegram-Mitteilungen der Revolutionsgarde. Auch die Residenz des Obersten Führers Ayatollah Ali Khamenei sowie das Geheimdienstministerium, das Verteidigungsministerium und die Atomenergieorganisation sollen angegriffen worden sein, wie Sky News unter Berufung auf Informationen vor Ort berichtet.
Satellitenaufnahmen des Anwesens in Teheran zeigen demnach schwarzen Rauch und erhebliche Schäden; mindestens vier Gebäude seien getroffen worden. Ein iranischer Beamter erklärte, Chamenei habe sich zum Zeitpunkt des Angriffs nicht dort aufgehalten.
Nach Angaben des iranischen Gesundheitsministeriums kam es zudem zu einem schweren Angriff auf eine Mädchenschule in Minab in der Provinz Hormozgan. Dabei sollen mehr als 60 Schülerinnen getötet und 80 weitere verletzt worden sein. Offizielle Bestätigungen oder unabhängige Überprüfungen dieser Zahlen stehen noch aus.