Kurz meldet sich zurück:

"Die kommenden Wochen werden nicht einfach sein"

Nach den US-israelischen Luftangriffen gegen den Iran und den iranischen Gegenangriffen spricht Altkanzler Sebastian Kurz eine Warnung aus.
Newsdesk Heute
28.02.2026, 17:30
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Am Samstag startete Israel mit Unterstützung der USA einen neuen Großangriff auf den Iran – Teheran antwortete mit Gegenschlägen auf US-Militärstützpunkte in der gesamten Golfregion. Über Katar, Kuwait, den Vereinigten Arabischen Emiraten sowie Bahrain wurden Raketen abgefangen. Auch Dubai wurde Ziel, Wiener Touristen erlebten den Angriff hautnah mit. Ein Luxus-Hotel wurde mutmaßlich von den Trümmern einer abgefangenen Rakete in Brand gesetzt.

Inmitten dieser neuen Eskalation der Gewalt meldet sich nun auch Alt-Kanzler Sebastian Kurz, der als Unternehmer viel Zeit in Israel und den Golfstaaten verbringt, mit eindringlichen Worten:

"Freiheit, Würde, Wohlstand und Sicherheit"

"Seit Jahrzehnten unterdrückt das Regime in Teheran die eigene Bevölkerung und sorgt in der gesamten Region für Unruhe und Instabilität. Darüber hinaus unterstützt es aktiv terroristische Gruppen und trägt damit maßgeblich dazu bei, dass Konflikte in der Region immer wieder angefacht werden. Die Menschen im Iran haben unter dieser Herrschaft enorm gelitten – viele wurden verfolgt, eingesperrt oder zum Schweigen gebracht, weil sie einfach nur ihre Meinung gesagt haben. Und doch haben sie nie aufgehört, für ein besseres Leben zu kämpfen", so der frühere ÖVP-Chef.

Hatte als Kanzler mit dem Iran zu tun: Kurz mit Ex-Präsident Hassan Rohani bei einer gemeinsamen Pressekonferenz in Wien am 4. Juli 2018.
IMAGO/Anadolu Agency

"Die kommenden Wochen werden nicht einfach sein", sagt er. "Es braucht Mut und Durchhaltevermögen. Aber die Geschichte zeigt immer wieder: Wer zusammenhält und nicht aufgibt, kann auch scheinbar übermächtige Systeme überwinden."

Er hofft auf einen Lichtblick: "Die Hoffnung ist da, dass am Ende eine bessere Zukunft steht – für die Menschen im Iran und für die ganze Region. Eine Zukunft, in der Freiheit, Würde, Wohlstand und Sicherheit keine Fremdwörter mehr sind."

Sofortiges Ende der Kämpfe gefordert

Die benachbarten Golfstaaten Katar, Saudi-Arabien und der Oman alle Parteien zur Beendigung der Kämpfe aufgefordert. Der Emir von Katar und Saudi-Arabiens Kronprinz Mohammed bin Salman forderten in einem Telefonat "eine sofortige Beendigung jeglicher Eskalation", wie das Büro des katarischen Herrschers Scheich Tamim bin Hamad al-Thani am Samstag mitteilte. Auch das Außenministerium des Oman rief dazu auf, "die Militäreinsätze unverzüglich einzustellen".

Selbst China, Indien und weitere asiatische Staaten haben zu einer Beendigung der Gewalt aufgerufen. Peking fordert eine "sofortige Einstellung der Kampfhandlungen" und rufe zur "Wiederaufnahme von Dialog und Verhandlungen" auf. Neu Delhi rief derweil alle beteiligten Parteien zur Zurückhaltung auf, um "die Sicherheit der Zivilbevölkerung zu gewährleisten". "Die Souveränität und territoriale Integrität aller Staaten muss respektiert werden", ergänzte das indische Außenministerium.

In Europa haben Deutschland, Frankreich und Großbritannien unterdessen die iranischen Angriffe auf Staaten in der Region "auf das Schärfste" verurteilt. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron warnte vor einer "gefährlichen" Eskalation in der Region.

"Die derzeitige Eskalation ist für alle gefährlich" und "muss aufhören", erklärte Macron am Samstag im Onlinedienst X. Zudem forderte er im Namen Frankreichs eine Dringlichkeitssitzung des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen. Macron warnte, dass der Ausbruch eines Krieges zwischen den USA, Israel und dem Iran "schwerwiegende Folgen" für die internationale Sicherheit insgesamt habe.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 28.02.2026, 17:49, 28.02.2026, 17:30
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