"Mehr Grund zum Handeln"

Erstschlag durch Israel? Brisante Iran-Pläne enthüllt

In Washington wird derzeit ein Militärschlag gegen den Iran diskutiert. Laut Insidern soll Israel den Erstschlag ausführen, bevor die USA eingreifen.
Lara Heisinger
26.02.2026, 12:31
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Hinter den Kulissen in Washington laufen offenbar intensive Überlegungen zu einem möglichen Militärschlag gegen den Iran. Wie das Magazin "Politico" unter Berufung auf zwei mit den Gesprächen vertraute Personen berichtet, beraten hochrangige Trump-Vertraute über einen israelischen Erstschlag gegen das Mullah-Regime. Demnach könnte Israel zuerst angreifen, bevor die USA selbst militärisch eingreifen.

In internen Runden werde argumentiert, dass ein Angriff Israels Teheran zu einer Vergeltung zwingen würde. Eine solche Reaktion könnte wiederum die Unterstützung in der US-Bevölkerung für einen amerikanischen Militärschlag erhöhen. Das Kalkül dahinter: Ein Krieg würde eher akzeptiert, wenn er als Verteidigung der USA oder eines Verbündeten dargestellt werden kann.

Image von Angriff spielt wichtige Rolle

Laut "Politico" zeigen jüngste Umfragen, dass viele Amerikaner, vor allem Republikaner, zwar einen Regimewechsel in Teheran befürworten, jedoch keine US-Opfer riskieren wollen. Neben dem iranischen Atomprogramm spiele daher auch die öffentliche Wahrnehmung eines möglichen Angriffs eine zentrale Rolle.

Gemeinsame Operation mit Israel?

"In und um die Administration gibt es die Überlegung, dass die politische Situation wesentlich günstiger ist, wenn die Israelis zuerst und alleine losschlagen und die Iraner dann gegen uns zurückschlagen. Das gäbe uns mehr Grund zum Handeln", erklärte einer der Insider.

Trotz der Überlegungen zu einem israelischen Alleingang halten die beiden Informanten laut Bericht eine gemeinsame Operation von USA und Israel für das wahrscheinlichste Szenario.

Gespräche zu Atomabkommen

Parallel dazu laufen diplomatische Bemühungen weiter. Der Iran hat nach eigenen Angaben einen Entwurf für ein neues Atomabkommen an die USA übermittelt. Außenminister Abbas Araqchi legte am Mittwochabend die "Elemente bezüglich einer möglichen Vereinbarung" dem Vermittler Oman vor. In Genf treffen am Donnerstag Delegationen aus Washington und Teheran zu einer entscheidenden Verhandlungsrunde zusammen.

Im engsten Kreis des Präsidenten soll dennoch eine harte Linie dominieren. "Wir werden sie bombardieren." Unklar bleibt allerdings, wie weit ein solcher Militärschlag gehen würde.

Großangriff mit Risiken verbunden

Ein umfassender Angriff birgt erhebliche Risiken. Militäranalysten warnen vor einer möglichen Schwächung der US-Munitionsbestände. In diesem Zusammenhang wird auch die Sorge geäußert, China könnte eine solche Situation nutzen, um Taiwan anzugreifen – mit potenziell massiven Folgen für die Weltwirtschaft.

Zudem würde ein direkter Großangriff auf Teheran wohl Gegenreaktionen provozieren. "Bei einem Angriff, der auf einen Regimewechsel abzielt, wird der Iran wahrscheinlich mit allem zurückschlagen, was er hat. Wir haben viele Einrichtungen in der Region, und jede davon ist ein potenzielles Ziel", heißt es aus dem Weißen Haus. "Und diese stehen nicht unter dem Iron Dome (israelische Flugabwehr). Es besteht also eine hohe Wahrscheinlichkeit für amerikanische Opfer, was mit großen politischen Risiken verbunden ist."

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