Eine Parteispende sorgt für Aufsehen: Möbelunternehmer Kurt Krieger (77), bekannt durch die Kette "Höffner", hat laut BILD der AfD 18.000 Euro zukommen lassen. Gleichzeitig stellt er klar: "Mein Unternehmen ist politisch völlig neutral."
Spenden über 10.000 Euro müssen in Deutschland im Rechenschaftsbericht der jeweiligen Partei offengelegt werden. Die Bundestagsverwaltung veröffentlicht diese Angaben, damit Wählerinnen und Wähler nachvollziehen können, woher größere Geldbeträge stammen.
Aus dem aktuellen Bericht geht hervor, dass die Zahlung von der CMC Management GmbH kam – einem Unternehmen, das inzwischen von Kriegers Tochter Stephanie (44) geführt wird. "Aber das ist ja Familie", sagte Krieger gegenüber BILD. Und weiter: "Ich hab' die Spende ja nicht provokant gemacht, wird ja alles veröffentlicht."
Zu seiner Motivation erklärt der Unternehmer, die Unterstützung habe nichts mit einer bestimmten politischen Gesinnung zu tun. "Mit meiner politischen Einstellung hat das nichts zu tun", so Krieger. Zugleich weist er mögliche Vorwürfe entschieden zurück: "Ich war als Junge bei den Falken und wollte später Pfarrer werden. Mir eine nationalsozialistische Gesinnung zu unterstellen, ist völlig fehlplatziert."
Er betont zudem, dass er Politiker unterschiedlicher Lager schätze. So gebe es "dufte Typen" in allen Parteien, etwa Bodo Ramelow bei der Linken oder Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann von den Grünen. "Es ist nicht alles falsch, was die Linke sagt und auch nicht alles, was die AfD sagt", erklärt Krieger.
Die Spende floss im Jahr 2024. Laut Informationen des Redaktions-Netzwerks Deutschland (RND) ging das Geld an zwei Parteiadressen, darunter der Kreisverband Chemnitz. Bereits 2023 hatte Krieger dort den ehemaligen Kaufhof gekauft. Im Januar wurde mit Stimmen der AfD beschlossen, Teile der Verwaltung in dem Gebäude unterzubringen.
Zu weiteren Hintergründen äußert sich der Unternehmer nicht näher. "In Deutschland sind Parteispenden negativ belegt. Jedem wird gleich versuchte Einflussnahme unterstellt. In Amerika ist das ganz anders."