Zur Erinnerung: Bereits seit 2025 kämpft der Wiener Immobilieninvestor Lukas Hufnagl gegen die AfD. Die Partei hat in einem seiner Häuser in Berlin eine Zentrale eingerichtet – so weit, so gut. Nach einer Party zum Rekordergebnis bei der Bundestagswahl kippte die gute Stimmung aber.
Die Partei projizierte ihr Logo auf die Fassade des Gebäudes und ließ es so richtig krachen. Das Problem: die Feier stellte einen Bruch des Mietvertrages dar. Als Konsequenz warf ihnen der Österreicher Hausfriedensbruch vor und zog vor Gericht. Das Fazit: Hufnagl bekam Recht – die AfD muss bis Ende 2026 ausziehen. Damit war es jedoch nicht erledigt.
Wie die "Bild" berichtet, droht der Wiener der Rechtsaußenpartei nun mit einer weiteren fristlosen Kündigung und stellt ihr bis zum 25. Jänner ein Ultimatum. Der Grund: Die AfD soll angemietete Räume ohne Genehmigung untervermietet haben. Davon habe Hufnagl im November erfahren.
Zu den unrechtmäßigen Untermietern sollen die Tauroggen Holding GmbH, die Castel del Monte Immobilien GmbH, die Schwarz-Rot-Gold Akademie GmbH und die WLD Service- und Vertriebsgesellschaft mbH gehören. Seitens der bestritt man die Vorwürfe zunächst. Anfang Jänner ruderte man diesbezüglich jedoch zurück.
Hufnagl dürfte von der AfD so langsam die Schnauze voll haben. Sie verhielten sich "wie Eigentümer, machen, was sie wollen, und beachten nicht im Ansatz die vertraglichen Absprachen", wird er von der "Bild" zitiert. Zudem warf der Wiener der Partei "dreiste" Lügen und Vertragsverstöße vor.
Nun müsse die AfD den Firmensitzwechsel bis zum 25. Jänner beim Handelsregister anzeigen, sonst droht die fristlose Kündigung. Des Weiteren erstattete Hufnagl Anzeige gegen zwei AfD-Politiker. Bundesschatzmeister der Partei, Carsten Hütter und Bundesgeschäftsführer Hans-Holger Malcomeß sollen versucht haben, den Wiener bei den Verhandlungen zu erpressen. Die Ermittlungen dauern an.
Auf Anfrage der "Bild" wollte sich die AfD nur zu wenigen Punkten äußern. Demnach habe man der Zeitung nur mitgeteilt, dass man den Firmensitz der vier Unternehmen in Berlin belasse, die Adressen aber noch im Jänner anpasse.
Der Immobilieninvestor zeigte sich da schon gesprächsbereiter. Er sagte der "Bild", dass er kein Problem mit der AfD habe, aber keine Zugeständnisse mehr machen wolle. Zudem halte er sowohl Hütter als auch Malcomeß für "komplett unfähig und kriminell".