Vier Jahre Ukraine-Krieg

"Russland im Vormarsch" – Militär-Experte warnt im ORF

Der Ukraine-Konflikt dauert nun seit vier Jahren an. In der ZiB-2 sprach Militär-Experte Oberst Markus Reisner über aktuelle Entwicklungen.
Newsdesk Heute
20.02.2026, 22:23
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Auch vier Jahre nach Beginn der russischen Vollinvasion ist in der Ukraine kein Ende der Kämpfe in Sicht. Das Land stemmt sich weiterhin gegen die anhaltende Aggression – an der Front am Boden ebenso wie im Luftraum.

Der Krieg tobt dabei auf zwei entscheidenden Ebenen: Einerseits in Form von Bodenoffensiven, bei denen sich ukrainische und russische Truppen direkt gegenüberstehen. Andererseits durch massive Angriffe aus der Luft, die das Land zusätzlich unter Druck setzen.

Russland intensiviert Luftangriffe

Seit Monaten intensiviert Russland seine Luftangriffe deutlich. In hoher Frequenz und mit anhaltender Wucht werden Ziele in der Ukraine attackiert. Dabei geraten vor allem zivile Objekte sowie die zivile kritische Infrastruktur ins Visier.

Die Folgen dieser Strategie sind für die Bevölkerung im ganzen Land spürbar: Neben den Gefechten an der Front bleibt auch der Alltag fernab der unmittelbaren Kampfzonen von den anhaltenden Angriffen aus der Luft überschattet.

Reisner spricht im ORF Klartext

In der ZiB-2 gab Oberst Markus Reisner am Freitagabend eine Einschätzung der aktuellen Ereignisse. "Zu Beginn des Krieges hatte niemand damit gerechnet, dass die Ukraine diesen Angriff so abwehren kann", stellt der Militärexperte klar. Dann habe es sich zu einem "Abnützungskrieg" entwickelt. Beide Seiten hätten sehr schwere Verluste erlitten.

"Im Moment sieht man, dass die Ukraine große Herausforderungen hat, Soldaten zu generieren", stellt Reisner klar. Man setze nun auf "unbemannte Systeme", wie etwa Drohnen. Diese würden in modernen Kriegsführungen eine immer größere Rolle spielen. "Darum ist der Krieg so elend, wie wir ihn gerade erleben", erklärt Reisner weiter.

Rasches Kriegsende möglich

Aus seiner Sicht sei Russland langsam und stetig immer weiter im Vormarsch. Dies sei etwa durch die Zerstörung von kritischer Infrastruktur und schwere Luftangriffe geschehen. Entscheidend sei auch, dass die USA zum Nachteil der Ukraine großen Druck ausübe. "Russland denkt sich, der Westen ist nicht geeint. Auch Konflikte im Nahen Osten helfen Putin", warnt Reisner.

Ein schnelles Ende des Krieges erachte er durch mögliche Friedensgespräche mit den USA als möglich: "Zu hoffen ist es auf jeden Fall. Dann würde dieses Sterben nach vier Jahren Krieg sein Ende finden."

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