Trump auf Putin-Kurs

Selenskyj: Auch USA fordern Donbass-Aufgabe von Ukraine

Im Ringen um eine Waffenruhe fordern USA und Russland von Kyjiw die Aufgabe des gesamten Donbass – die Ukraine lehnt dies ab.
Newsdesk Heute
20.02.2026, 22:11
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In den Verhandlungen über eine Waffenruhe im Ukraine-Krieg verlangen laut dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj die USA gemeinsam mit Russland von der Ukraine, die gesamte Donbass-Region aufzugeben. "Sowohl die Amerikaner als auch die Russen sagen: Wenn Ihr wollt, dass der Krieg morgen endet, dann geht aus dem Donbass raus", sagte Selenskyj am Freitag in einem Interview mit der Nachrichtenagentur AFP.

Die Frage um die Gebiete ist der größte Streitpunkt in den von den USA vermittelten Gesprächen über eine Waffenruhe. Wladimir Putin will den ganzen Donbass für sich, auch wenn die russische Armee bisher nur einen Teil der Region im Osten der Ukraine kontrolliert. Kyjiw lehnt das ab und fordert, die Frontlinie einzufrieren.

Im noch unbesetzten Teil des Donbass befindet sich der ukrainische Festungsgürtel aus den Städten Slowjansk, Kramatorsk und Kostjantyniwka. Diese militärisch zu überwinden, wäre für die russische Armee extrem langwierig und äußerst verlustreich. Deswegen macht der Kreml hier diplomatisch Druck.

Die ukrainischen Soldaten halten noch etwa ein Fünftel der Region Donezk, während die russischen Truppen fast die gesamte Region Luhansk besetzt haben. Zusammen nennt man diese beiden Gebiete Donbass.

Friedenstruppen?

Im AFP-Interview sprach sich Selenskyj auch dafür aus, dass im Fall einer Waffenruhe europäische Soldaten in der Nähe der eingefrorenen Frontlinie stationiert werden. "Natürlich möchten die Ukrainer, dass unsere Partner mit uns an der Frontlinie zusammenstehen", sagte er. Der ukrainische Staatschef Selenskyj räumte aber zugleich ein, dass "natürlich niemand an der ersten Linie stehen möchte."

Vor allem Frankreich und Großbritannien setzen sich für eine internationale Truppe zur Absicherung einer Waffenruhe ein. Der französische Präsident Emmanuel Macron und der britische Premierminister Keir Starmer haben Anfang Jänner mit Selenskyj in Paris eine Absichtserklärung zur Entsendung einer solchen Truppe unterschrieben. Macron sagte dazu, diese Truppe solle am Boden, in der Luft und auf dem Wasser, "weit von der Kontaktlinie entfernt" eingesetzt werden.

Selenskyj meinte dazu jetzt im Gespräch mit AFP: "Wir würden das Kontingent gerne näher an der Kontaktlinie sehen."

Der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat Anfang Jänner erstmals vorgeschlagen, Bundeswehr-Soldaten im Rahmen einer internationalen Truppe für die Ukraine zu entsenden – allerdings sollen die deutschen Soldaten laut Merz nicht in der Ukraine, sondern in einem Nachbarland, das zur NATO gehört, eingesetzt werden.

"Deutschland wird sich weiter politisch, finanziell und eben auch militärisch einbringen", sagte Merz damals. "Dazu kann zum Beispiel gehören, dass wir nach einem Waffenstillstand Kräfte für die Ukraine auf benachbartem Nato-Gebiet einmelden."

{title && {title} } red, {title && {title} } 20.02.2026, 22:11
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